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BMEL-Staatssekretär Aeikens dankt Backhaus „als Architekten des Julius Kühn-Instituts“

BMEL-Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens dankte Dr. Backhaus für seine Präsidentschaft des JKI und vorher der BBA. Foto: Gerlinde Nachtigall/JKI

Der scheidende Präsident des JKI,Dr. Georg F. Backhaus,wurde am 06.11.2018 am Hauptsitz Quedlinburg mit einem Kolloquium in den Ruhestand verabschiedet

Zum 31. Dezember 2018 wird Herr Präsident und Professor Dr. Georg F. Backhaus aus dem aktiven Dienst als Präsident des Julius Kühn-Instituts (JKI) ausscheiden. Dies nahm das JKI zum Anlass, zu einem wissenschaftlichen Kolloquium „Kulturpflanzenforschung im JKI – Quo vadis?“ nach Quedlinburg einzuladen, um seine Verdienste zu würdigen. Unter den mehr als 150 Gästen der Veranstaltung waren namhafte Vertreterinnen und Vertreter des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie von weiteren Bundes- und Landesministerien und Behörden. Sehr stark vertreten waren die Forschungseinrichtungen aus dem in In- und Ausland und die Hochschulen, allen voran der Wissenschaftliche Beirat des JKI. Aber auch Fachverbände und Fachgesellschaften, die Deutschen Pflanzenschutzdienste, die Stadt Quedlinburg sowie zahlreiche aktive und ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Julius Kühn-Instituts und seiner Vorgängereinrichtungen erwiesen Präsident Backhaus die Ehre.

Markus Kaufmann, der Domorganist an der Stiftskirche sorgte mit zwei musikalischen Darbietungen am Flügel für den feierlichen Rahmen der Veranstaltung. Durch das Programm führte Vizepräsident Prof. Dr. Frank Ordon, der zum 1. Januar 2019 die Nachfolge von Herrn Dr. Backhaus als Präsident des Julius Kühn-Instituts antreten wird.

In seiner Begrüßung würdigte Professor Ordon die Verdienste von Präsident Backhaus beim Aufbau und der Etablierung des Julius Kühn-Instituts in der Forschungslandschaft und führte dabei das Gleichnis vom „Architekten des JKI“ ein. Seit nahezu 11 Jahren leitet Präsident Backhaus das Julius Kühn-Institut mit überaus großem Engagement, diese Ära endet nun im nächsten Monat. Vizepräsident Ordon hob hervor, dass es Präsident Backhaus‘ besonderer Verdienst sei, dass die Zusammenführung der Institute dreier Forschungseinrichtungen – der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA), der Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen (BAZ) und zweier mit Pflanzenbau und Pflanzenernährung befassten Institute der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) – erfolgreich gelang und dass das JKI heute national und international sichtbar und anerkannt ist.

Die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner grüßte Herrn Präsident Backhaus und die Gäste des Kolloquiums per Videobotschaft. Ende des Monats wird sie den JKI-Präsidenten im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Berlin persönlich verabschieden und ihm die Urkunde überreichen.

Es folgten Grußworte des Wissenschaftlichen Beirats des JKI, von Kooperationspartnern und Weggefährten und des Gesamtpersonalrats des JKI


Prof. Dr. Dr. h. c. Wolfgang Friedt, Universität Gießen
Professor Friedtvon der Universität Gießen, Lehrstuhl für Pflanzenzüchtung, wirkte bereits im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen mit. Seit Gründung des Julius Kühn-Instituts ist Herr Professor Friedt im Wissenschaftlichen Beirat des JKI tätig, und zwar äußerst engagiert als dessen Vorsitzender. Die wertvollen Empfehlungen des Wissenschaftlichen Beirats im Hinblick auf die Forschungs- und Entwicklungsplanung des JKI haben maßgeblich zur Weiterentwicklung des JKI und seiner strategischen Ausrichtung beigetragen.

Dr. Michael Oberhuber, Versuchszentrum Laimburg, Italien
Herr Direktor Dr. Oberhuber leitet das Versuchszentrum Laimburg in Südtirol, Italien, die führende Forschungsinstitution für das breite Spektrum an landwirtschaftlichen Themen in der Region.
Mit dem Versuchszentrum Laimburg verbindet das JKI bereits eine langjährige Zusammenarbeit. Diese Zusammenarbeit wurde auf eine neue Basis gestellt, als im Jahr 2013 eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem JKI und dem Versuchszentrum geschlossen wurde, die in Kürze erneuert wird. Präsident Backhaus wirkt bereits seit Jahren im Wissenschaftlichen Beirat des Versuchszentrums Laimburg mit. Direktor Dr. Oberhuber konnte nun im Gegenzug für die Mitwirkung im neuen Wissenschaftlichen Beirat des Julius Kühn-Instituts gewonnen werden, der sich in Kürze konstituieren wird.

Univ.-Doz. Dr. Gerhard Bedlan, AGES und ALVA Österreich

Eine andere Einrichtung, mit der das JKI bereits seit vielen Jahren eng kooperiert, ist die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). Herr Dr. Bedlan vom Institut für nachhaltige Pflanzenproduktion der AGES ist darüber hinaus aber auch Präsident der ALVA, der österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Lebensmittel-, Veterinär- und Agrarwesen. Präsident Backhaus engagiert sich seit Jahren bei den ALVA-Tagungen in Österreich aktiv als Referent, Sektionsleiter oder Moderator von Plenarveranstaltungen. Im Gegenzug ist Herr Dr. Bedlan regelmäßiger und gern gesehener Gast bei den Deutschen Pflanzenschutztagungen.

Dr. Peter Franck, Pflanzenzucht Oberlimpurg
Die Pflanzengenetik und die Züchtungsforschung sind neben dem Pflanzenschutz, der Pflanzengesundheit, dem Pflanzenbau und der Pflanzenernährung ein wichtiger Kompetenzbereich des JKI. So verbindet das JKI, aber auch seine Vorgängereinrichtungen BAZ und BBA eine langjährige und exzellente Zusammenarbeit mit den Züchterhäusern und Züchterverbänden. Herr Dr. Peter Franck von der Pflanzenzucht Oberlimpurg sprach seine Grußworte als Ehrenvorsitzender der Gemeinschaft zur Förderung von Pflanzeninnovation e. V. (GFPi). Die im Jahr 2015 gegründete GFPi hat das Ziel, Innovationen in der Pflanzenzüchtung zu stimulieren und die öffentliche Förderung und Sichtbarkeit der Pflanzenzüchtung und der vorgelagerten Züchtungsforschung zu stärken.

Prof. Dr. Hartmut Balder, Beuth Hochschule für Technik Berlin
Professor Balder, der an der Beuth Hochschule für Technik Berlin die Professur für Gehölzproduktion, Phytopathologie und Pflanzenschutz im urbanen Bereich inne hat, und Präsident Backhaus kennen sich bereits seit ihrem gemeinsamen Studium der Gartenbauwissenschaften an der Universität Hannover. Beiden liegt die Gesunderhaltung der Pflanzen im urbanen Grün gleichermaßen am Herzen. Daher wurden gemeinsam mehrere internationale Symposien zum Urbanen Grün initiiert und durchgeführt. Da derzeit immer mehr Menschen in Städten leben wollen und werden, wird die Bedeutung einer „Grünen Infrastruktur“ auch zukünftig weiter zunehmen und ein wichtiges Thema für das Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen sein.

Ralf Heinke, JKI-Gesamtpersonalrat
Der Aufbau eines Bundesforschungsinstituts mit nunmehr 17 Fachinstituten an 10 Standorten gelingt nur in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit von Leitung, Verwaltung, Instituten und der Personalvertretung. Als Vorsitzender des Gesamtpersonalrats sprach Herr Heinke für die Belegschaft des JKI und dankte Herrn Backhaus für die konstruktive Zusammenarbeit.

Otmar Weingarten überbrachte als „Überraschungsredner“ Grußworte der deutschen Hopfenverbände.

Nach den Grußworten folgte der Festvortrag „Kulturpflanzenforschung im JKI – Quo vadis?“, in dem Vizepräsident Prof. Dr. Frank Ordon einen Bogen über aktuelle Forschungen aus allen Kompetenzbereichen und allen Fachinstituten des JKI spannte und zu dem Schluss kam, dass Forschung entlang der gesamten Produktionskette für eine ressourcenschonende, umweltfreundliche Pflanzenproduktion auch zukünftig Hauptaufgabe des JKI sein wird.

Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hob in seiner Ansprache hervor, dass das Julius Kühn-Institutein wichtiger und geschätzter Ratgeber für das BMEL sei und dass in den 17 Fachinstituten des JKI hervorragende Arbeit geleistet würde. In seiner Laudatio legte Staatssekretär Aeikens Präsident Backhaus‘ beruflichen Werdegang dar und würdigte seine großen Verdienste zunächst als Präsident der BBA (seit 2002)und danach ab 2008 des Julius Kühn-Instituts. Da Backhaus das JKI maßgeblich mit aufbauen half, griff er die Metapher vom „Architekt des Julius Kühn-Instituts“ auf.

Eine Überraschung für Präsident Backhaus war die Auszeichnung mit der Ehrennadel des JKI, die ihm als Dank und Anerkennung für seine außerordentlichen Verdienste um das Julius Kühn-Institut verliehen wurde.

In seinen Schlussworten dankte Präsident Backhaus der gesamten Belegschaft des Julius Kühn-Instituts und den ehemaligen Kolleginnen und Kollegen aus JKI und BBA, den Vertretern des BMEL, seinen Mitstreitern und seinen Weggefährten für die Unterstützung, die er erfahren durfte.

Beim anschließenden Empfang gratulierten die Gäste dem scheidenden Präsidenten, gaben ihm die besten Wünsche für die Zukunft auf den Weg und dankten herzlich für seine umsichtige und erfolgreiche Amtsführung. Die Wünsche schlossen insbesondere auch ein, dass ihm weiterhin Gesundheit und Tatkraft für all die Aktivitäten, die bisher im privaten Bereich zurückstehen mussten, erhalten bleiben mögen. Die gelungene Veranstaltung klang mit guten Gesprächen in lockerer Atmosphäre bei Imbiss und Getränken im Foyer des JKI aus.