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EU Twinning-Projekt mit der Ukraine zu Pflanzenschutz und Pflanzengesundheit erfolgreich beendet

Gruppenbildaufnahme Partner imTwinning-Projekt EU und Ukraine 2017 bis 2019
Partner imTwinning-Projekt EU und Ukraine 2017 bis 2019: u.a. Projektleiterin Kristine Lifanova(Lettland) (Mitte); Herrn Lapa (li. daneben) (Leiter Ukrainisches Amt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz), Herrn Grosbardis (re. daneben), (Projektmanager vor Ort aus Lettland); Herr Hell (vordere Reihe, 3. v. li.) (Vertreter der EU),Herr Intemann (hintere Reihe, 3. v. re.) (Landwirtschaftsattaché der Deutschen Botschaft in Kiew), HerrGündermann(hintere Reihe, 2. v. re.)( ), Herr Hommel (links) (Kurzzeitexperte des JKI).

Nach 2,5 Jahren Arbeit wurde das Twinning-Projekt „Angleichung der ukrainischen Rechtsvorschriften an die EU im Bereich Pflanzenschutzmittel und Pflanzengesundheit und Stärkung der Kontrollen und Labordienstleistungen“ zwischen der Ukraine und den EU-Staaten Lettland, Litauen und Deutschland erfolgreich abgeschlossen. Deutschland – und hier das JKI - war neben Litauen als Juniorpartner unter Federführung Lettlands im Projekt beteiligt.

44 Kurzzeitexpertinnen und -experten des Projekts arbeiteten gemeinsam mit dem Staatlichen Ukrainischen Amt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz daran, die ukrainischen Rechtsvorschriften im Bereich Pflanzenschutzmittel und Pflanzengesundheit an die der EU anzugleichen. Außerdem galt es die Kontrollen und Labordienstleistungen zu stärken. Ihnen (aus Deutschland waren neben dem JKI das Bundesinstitut für Risikobewertung und die Pflanzenschutzdienststellen der Länder beteiligt) wurde eine hervorragende Arbeit bestätigt.

Im Oktober 2019 stellten die Experten in Kiew auf der Abschlusskonferenz die Ergebnisse vor. Sie bewerteten unter anderem die aktuelle Pflanzenschutz-Gesetzgebung und entwickelten einen Entwurf für ein neues Pflanzenschutzgesetz. Der Entwurf eines Nationalen Aktionsplans zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln sowie ein Konzept für ein Monitoringprogramm für Rückstände von Pflanzenschutzmitteln bildeten weitere Aspekte des Projekts. Des Weiteren erarbeiteten die Wissenschaftler eine Kampagne bezüglich der Risiken gefälschter Pflanzenschutzmittel. Auch Vorschläge zur Verbesserung der Kontrollpraxis und der Ausbildung der Kontrolleure umfasste das Projekt.

Bei einem Twinning-Projekt kooperieren meist mehrere Mitgliedsstaaten der EU mit gleichgestellten Behörden in Nicht-EU-Ländern. Diese können Beitrittskandidaten sein oder Länder ohne Beitrittsperspektive, die oft über ein Assoziierungsabkommen mit der EU verbunden sind. Letzteres ist bei der Ukraine der Fall. Ziel dieser Kooperation ist es, die öffentlichen Strukturen im Einklang mit der EU Verwaltungspraxis aufzubauen. So soll der Handel mit der EU verbessert und vertieft werden. Dr. Bernd Hommel – Kurzzeitexperte im Projekt - nahm in Vertretung des Präsidenten an der Abschlussveranstaltung in Kiew teil.

Weitere Informationen

https://www.bmel.de/DE/Ministerium/IntZusammenarbeit/Twinning/_Texte/Twinning-Ukraine-Pflanzenschutz.html