Springe direkt zu:
Service Navigation

Aktuell

Zuwachs im Pelargonium-Netzwerk. Deutsche Genbank Zierpflanzen sucht weitere Partner

Katja Näthke (links, BSA) überreichte dem gattungsspezifischen sammlungshaltenden Partner Dr. Klaus Olbricht die Urkunde der Deutschen Genbank Zierpflanzen (c) S. Plaschil/JKI
Katja Näthke (links, BSA) überreichte dem gattungsspezifischen sammlungshaltenden Partner Dr. Klaus Olbricht die Urkunde der Deutschen Genbank Zierpflanzen (c) S. Plaschil/JKI
DGZ: Teilnehmer des TNW-Treffens Pelargonie am BSA-Dachwig (v.l.) Katja Näthke (BSA), Dr. Klaus Olbricht, Dr. Sylvia Plaschil (JKI), Andrea Kraus-Schierhorn und Dr. Daniela Christ (beide BSA) © U. Ludwig/BSA
Pelargonium-Mutationssortiment "Kleiner Liebling" Deutsche Genbank Zierpflanzen (c) S. Plaschil/JKI

Die Deutsche Genbank Zierpflanzen, kurz DGZ, sucht weitere Partner, die mit ihren Sammlungen oder ihrem Fachwissen bei der Bewahrung von Zierpflanzen mitwirken möchten. Gemeinsam mit dem Bundessortenamt (BSA) konnte Dr. Sylvia Plaschil, die seitens des Julius Kühn-Instituts (JKI) das Teilnetzwerk Pelargonium koordiniert, in den vergangenen zwei Jahren (2019/2020) jeweils zwei neue „Gattungsspezifische Sammlungshaltende Partner“ gewinnen. Damit ist dieses Teilnetzwerk mit derzeit acht Partnern das größte Teilnetzwerk in der Genbank für vegetativ vermehrte Zierpflanzen der gesamtdeutschen Zierpflanzengenbank https://www.julius-kuehn.de/zg/ab/teilnetzwerk-pelargonium-der-dgz/ .

Das JKI eingeschlossen erhalten sechs Partner Pflanzen in Sammlungen, die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, die Humboldt Universität zu Berlin, die Erfurter Garten- und Ausstellungs gemeinnützige GmbH, sowie Katharina Kaltenbach http://www.kaltenbach-stauden.de/Pelargonien und Dr. Klaus Olbricht. Gattungsspezifische unterstützende Partner sind die TU Dresden und ProSpecieRara Deutschland.

Ein Kernstück der Pelargonium-Sammlung ist das Mutationssortiment von Pelargonium × hortorum ’Kleiner Liebling’. „Das Sortiment wurde von Prof. Dr. Frank Pohlheim entwickelt und stellt als Variationsstammbaum eine einzigartige Sammlung dar“, berichtet Dr. Sylvia Plaschil vom JKI. Aktuell wird das Sortiment parallel an der HTW Dresden, der HU Berlin und bei Dr. Olbricht in Dresden erhalten. „Kulturprobleme im Sommer 2020 an einem Standort haben uns deutlich gezeigt, dass die gleichzeitige Erhaltung an mehreren Standorten essenziell ist, um die züchterisch wertvollen Akzessionen langfristig zu sichern“, so die JKI-Wissenschaftlerin weiter. Eine enge Koordination der drei Standorte garantiert den Erhalt der Spezial-Sammlung und wird vom Pelargonium-Netzwerk als modellhaftes Vorhaben entwickelt, das für die anderen Teilnetzwerke als Vorlage dienen könnte.

Das Pelargonium-Jahrestreffen fand in 2020 in der Prüfstelle Dachwig des Bundesssortenamts (BSA) statt, wobei Dr. Olbricht als neues Mitglied noch seine Urkunde erhielt (siehe Foto). Die Teilnehmenden diskutierten die Dokumentation der Sammlungen in der BSA-Datenbank, Publikationen und die Ausrichtung weiterer Sammlungsinhalte sowie die Gewinnung neuer Partner. Die 44 Akzessionen des diesjährigen Sichtungsanbaus wurden besichtigt und das Pflanzenmaterial verifiziert.

Der Fachbeirat der Deutschen Genbank Zierpflanzen (DGZ) traf sich coronabedingt in diesem Jahr am 24.11.2020 nur per Videokonferenz. Die DGZ wird durch das Bundessortenamt (BSA) koordiniert und hat mittlerweile 189 Partner, die in den vier Genbanken Rose, Rhododendron, samenvermehrte Zierpflanzen und vegetativ vermehrte Zierpflanzen engagiert sind sowie im Netzwerk Pflanzensammlungen (siehe dazu die BSA-Presseinformation unter https://www.bundessortenamt.de/bsa/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit/pressemitteilungen/presse-detail/aktuelles-aus-der-deutschen-genbank-zierpflanzen-dgz

Information zur Deutschen Genbank Zierpflanzen hat das Bundessortenamt auf seinen Seiten zusammengestellt unter https://www.bundessortenamt.de/bsa/pflanzengenetische-ressourcen/deutsche-genbank-zierpflanzen