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Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Institutsleitung
Professor Dr. Jörg Michael Greef und
Professor Dr. Dr. Ewald Schnug

Adresse
Bundesallee 58
38116 Braunschweig

Sekretariat (Bodenkunde)
Sabine Wichmann/Angelika Kunde
Tel: 0531 596-2102/-2104/-2105
Fax: 0531 596-2199
pb@  julius-kuehn.  de

Sekretariat (Pflanzenbau)
Sigrid Ehlers/Angelika Dölle
Tel: 0531 596-2302/-2303
Fax: 0531 596-2399
pb@  julius-kuehn.  de

Veröffentlichung
Institutsflyer

Grünlandwirtschaft

Grünlandwirtschaft wird auf landwirtschaftlichen Flächen mit einer ganzjährigen Vegetation aus Gras und Kräutern betrieben, die entweder beweidet und/oder gemäht werden. Aufgrund der in der Regel anthropogenen Entstehungsform handelt es sich beim Grünland um Kulturlandschaften. Mit einem Anteil von fast 30 % an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche Deutschlands prägen sie unser Landschaftsbild.

Nach mindestens fünfjähriger kontinuierlicher Nutzung einer landwirtschaftlichen Fläche zum Anbau von Gras oder anderen Grünfutterpflanzen wird diese als Dauergrünland bezeichnet. Dieses ist durch eine besondere Multifunktionalität gekennzeichnet. Die Flächen dienen der Produktion von Futter- und Nahrungsmitteln sowie von nachwachsenden Rohstoffen. Neben diesen Versorgungsleistungen erbringt das Grünland zahlreiche Regulierungsleistungen. Dazu zählen die Erhaltung und Förderung der Biodiversität, der Bodenfruchtbarkeit (vor allem von marginalen Standorten) und die Filtrationsleistung sowie der Hochwasser- und Erosionsschutz. Nicht messbar, jedoch für uns Menschen nicht minder wichtig, sind die zahlreichen soziokulturellen Leistungen des Grünlandes.

Seit dem 1. Januar 2015 wird das Dauergrünland durch das sogenannte „Greening“ geschützt. In umweltsensiblen Gebieten darf ein Betriebsinhaber Dauergrünland weder umwandeln noch pflügen. In den anderen Gebieten benötigt er eine Genehmigung der zuständigen Behörde, wenn er die Nutzungsart derartiger Flächen ändern will.