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Pressemeldung

Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

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Prof. Dr. Bernd Böhmer erhält höchste Auszeichnung im Bereich Pflanzenschutz in Deutschland

Verleihung Otto-Appel-Denkmünze an Prof. Dr. Bernd Böhmer. (li.: Präsident und Professor Dr. Georg F. Backhaus; re.: Prof. Dr. Bernd Böhmer)

Veranstalter:
Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen
Deutsche Phytomedizinische Gesellschaft e. V. (DPG)
Pflanzenschutzdienst Sachsen-Anhalt

Otto-Appel-Denkmünze wird während 60. Deutscher Pflanzenschutztagung verliehen

Halle (20.9.2016) Mit der Otto-Appel-Denkmünze, der höchsten Auszeichnung für Verdienste im Bereich des Pflanzenschutzes in Deutschland, wird im Jahr 2016 Prof. Dr. Bernd Böhmer ausgezeichnet. Die Denkmünze wurde zu Ehren des Nestors des Pflanzenschutzes in Deutschland, Geheimrat Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Otto Appel, 1952 gestiftet. Sie wird am Todestag von Otto Appel im Mai in Anerkennung an herausragende Verdienste um den Pflanzenschutz vergeben. Die heutige Verleihung während der diesjährigen 60. Deutschen Pflanzenschutztagung in Halle ist einer der Höhepunkte dieser größten deutschen Veranstaltung in den Agrarwissenschaften.

Prof. Dr. Bernd Böhmer war bis zu seinem Ruhestand 2015 langjähriger Leiter des Pflanzenschutzdienstes der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Die hohe Auszeichnung würdigt sein unermüdliches jahrzehntelanges erfolgreiches Engagement für die Fortentwicklung und die Ziele eines nachhaltigen Pflanzenschutzes. „Herr Professor Böhmer hat sich zum einen stets für die Belange der landwirtschaftlichen und gärtnerischen Praxis eingesetzt, dabei aber Umweltschutz und Verbraucherschutz nie außer Acht gelassen“, hob der Präsident des Julius Kühn-Instituts, Dr. Georg F. Backhaus, bei der Laudatio und der Übergabe des Preises hervor.

Mit seiner fachlichen Kompetenz und seinem aktiven Wirken war Prof. Böhmer in zahlreichen Gremien entscheidend daran beteiligt, innovative und praktikable Lösungen für Pflanzenschutzfragen zu entwickeln. So arbeitete er intensiv daran mit, Empfehlungen für Pflanzenschutzprobleme für die zahlreichen „Lückenindikationen“ (= Pflanzenschutz in zahlreichen kleinen bzw. Sonderkulturen) zu finden. Die Entwicklung von Monitoring- und Virusdiagnosesystemen oder computergestützten Expertensysteme (z. B. Prognosemodelle zur Vorhersage des Auftretens von Schaderregern) ist ihm ein besonderes Anliegen gewesen. Sie sind wichtig auf dem Weg zu weniger Pflanzenschutzmitteln und mehr Nachhaltigkeit im Pflanzenschutz. So entstand das Informationssystem Integrierte Pflanzenproduktion ISIP unter seiner Federführung. Unter seiner Leitung des Pflanzenschutzdienstes kam es zu einer engen Zusammenarbeit von Pflanzenschutzdienst und Universitäten. Die RWTH Aachen ernannte Prof. Böhmer 2005 zum Honorarprofessor, wo er nach wie vor aktiv auch in der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses tätig ist.