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Dresden-Pillnitz

Versuchsfeld Dresden-Pillnitz

Kurzcharakteristik

Räumliche Lage
rechtsseitiges Elbtal zwischen Dresden und Pirna
Geographische Lage
52° 0‘ 5“ N, 13° 52‘ 55“ E
Leitbodenform
Parabraunerde
Bodenart
lehmiger Sand bis sandiger Lehm
Ø Bodenwertzahl
65
Mittlere Jahrestemperatur
9,1° C
Mittlerer Jahresniederschlag
668 mm
Höhe über NN
113 - 118 m

Flächennutzung und Ausstattung

Zum Institut für Züchtungsforschung an Obst in Dresden gehört ein Versuchsfeld mit einer Fläche von insgesamt 45 ha. Die Flächennutzung gliedert sich in verschiedene Aufgabenbereiche und Sonderflächen:

  • Obstgenbank - 9 ha
  • Kernobstzüchtung - 9 ha
  • Kirschzüchtung - 7 ha
  • Beerenobstzüchtung - 1 ha
  • Züchtungsforschung - 1 ha
  • Baumschule - 3 ha
  • Rotationsflächen, Wege, Gebäude, Biotope - 15 ha

Das Versuchsfeld ist durch eine leistungsfähige stationäre Bewässerungsanlage mit Tiefbrunnen sowie einem Zwischenspeicherbecken erschlossen. Auf einer Fläche von insgesamt 13 ha werden die Obstbäume in den Quartieren durch eine Tröpfchenbewässerung kontinuierlich mit Wasser und bei Bedarf mit Dünger versorgt. Die Steuerung der Tröpfchenbewässerung erfolgt automatisch in Abhängigkeit von den Witterungsbedingungen sowie in Anpassung an die jeweilige Vegetationsperiode. Für einige Quartiere wurde eine automatische Frostschutzberegnung installiert, um die Bäume im Frühjahr vor Blütenfrost zu schützen.

Versuchsgärtnerei

Auf dem Gelände der ehemaligen königlichen Hofgärtnerei, das unmittelbar an die heutigen Versuchsfeldflächen grenzt, entstand im Jahr 2001 eine moderne Versuchsgewächsanlage für das Julius Kühn-Institut. Als Kabinengewächshaus konzipiert, gliedern sich drei Gewächshausflügel mit Hauptverbinder um ein zentrales Funktionsgebäude. Weitere funktionelle und gärtnerische Einrichtungen, wie Frühbeete oder Stellflächen für Topfkulturen, sind als Außenanlage im Nahbereich angeordnet.

Das Funktionsgebäude bietet für das Versuchsfeldpersonal Umkleide-, Sanitär-, Sozial-, Arbeits- und Büroräume. Weiterhin sind hier Lager-, Aufbereitungs- und Geräteräume zur Bewirtschaftung der Versuchsgärtnerei und die Gebäudeleittechnik für die Versuchsgewächshausanlage untergebracht. Die Gewächshausanlage ist auf einer Fläche von 1.940 qm in Form von 31 automatisch regelbaren Gewächshauskabinen in unterschiedlicher Größe ausgelegt. Die Kabinen sind entweder mit Grundbeeten oder mit  Gewächshaustischen sowie mit Rail-Light-Systemen ausgestattet.

Schuricht-Bau

Im Jahr 2012 wurde im Versuchsfeld ein neuer Gebäudekomplex für die Arbeiten des Institutes fertiggestellt. Entsprechend der Pillnitzer Tradition erhielt der Neubau den Namen einer Persönlichkeit, die sich maßgeblich für die Entwicklung des Pillnitzer Forschungsstandortes eingesetzt hat: Prof. Dr. Roland Schuricht. Architektonisch wurde beim Schuricht-Bau die Idee eines Vierseitenhofes aufgegriffen. Die zwei Hauptgebäude - das Kühllager und die Maschinenhalle - sind parallel angeordnet und an den Stirnseiten durch so genannte Schauerflächen miteinander verbunden. Mit dem Neubau der Maschinenhallen, der Werkstatt, des Versuchsfeld- und Kistenlagers sowie des Waschplatzes konnten optimale Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter geschaffen werden. Vier Normalkühllagerzellen und sechs ULO-Kühllagerzellen sowie die entsprechenden Arbeitsräume und Magazine bieten die materiell-technische Grundlage für vielfältige Arbeiten in den Bereichen Züchtung, Genbank und Züchtungsforschung.

Adresse
Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen
Lohmener Straße 10
01326 Dresden-Pillnitz

Ansprechpartner
Versuchsfeldleiter
Dipl.-Ing agr. Frank Urbitsch
Tel.: 0351 26162-81
Fax: 0351 26164-88
frank.urbitsch@  julius-kuehn.  de