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Kombination von Septoria, Fusarium, und DTR Resistenzen in Eliteweizen durch genomische Selektion (MultiResist GS)


Laufzeit

2020-10-01 bis 2025-09-30

Projektleitung

  • Frank, Ordon
  • Albrecht, Serfling


Zuständige Fachinstitut

Institut für Resistenzforschung und Stresstoleranz


Beteiligte JKI-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

  • Frank, Ordon
  • Albrecht, Serfling

Kooperationspartner

  • Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung II
  • Universität für Bodenkultur Wien


Gesamtziel des Projektes

Resistenzen gegen die Septoria Blattdürre, gegen Ährenfusariosen, sowie gegen Pyrenophora tritici repentis wurden in verschiedenen Projekten identifiziert und charakterisiert. Die Resistenzdonoren können jedoch wegen Defiziten in agronomischen Merkmalen, Qualität und Ertrag nicht als Kreuzungseltern zur Erzeugung von Linien mit Sortenpotential verwendet werden. Mit Marker-gestützter Rückkreuzung erzeugte Linien können zwar das Leistungsniveau des Eliteelters erreichen, aufgrund der langen Dauer des Verfahrens jedoch nicht das Leistungsniveau der jeweils besten aktuellen Linien. Darüber hinaus lässt sich die Methode nur auf wenige Zielgene anwenden, die aus einem Donor stammen. Mit dem hier beantragten Projekt planen wir, zuchtmethodische Strategien zu entwickeln, die diese Schwachpunkte der Marker-gestützten Rückkreuzung überwinden. Wir planen hierzu eine mehrstufige Vorgehensweise. Am Anfang steht die Entwicklung von F1-DH Linien aus Kreuzungen von Eliteeltern mit Resistenzdonoren. Dann erfolgen eine Leistungsprüfung im Feld, Resistenztests sowie eine Genotypisierung. Mit diesen Daten werden genomweite Markereffekte für Resistenz- und Leistungsmerkmale geschätzt. In drei hintereinander folgenden geplanten Durchkreuzungen werden mit den geschätzten genomweiten Markereffekten und bekannten Resistenzmarkern günstige Allele für Resistenz und Leistung kombiniert. Am Ende des Projekts steht die Entwicklung von DH-Linien. Die Kombination von Leistungsgenen verschiedener Eliteeltern ermöglicht die Erzeugung von Nachkommen-Linien, die die Leistung eines Eliteelters übersteigen. Die Verwendung verschiedener Resistenzdonoren ermöglicht die Kombination von mehreren Resistenzen in den erzeugten Linien. Die Ziele des vorgeschlagenen Projekts sind (1) die Entwicklung von zuchtmethodischen Strategien zur Kombination von Resistenzen und Leistungsmerkmalen mit Methoden der genomischen Selektion in Weizen sowie (2) die Verfügbarmachung vorhandener Resistenzen in Elitezuchtmaterial.


Mittelgeber

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft