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GrabSystem

Sauber, wenn es drauf ankommt: Entwicklung eines spezifischen Grabwespen-Nisthabitatsystems zur rückstandslosen Entfernung von Blattläusen aus Gemüse- und Zierpflanzenkulturen


Laufzeit

2021-07-01 bis 2024-06-30

Projektleitung

  • Elias, Böckmann


Zuständige Fachinstitut

Institut für Pflanzenschutz in Gartenbau und Forst


Beteiligte JKI-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

  • Elias, Böckmann


Gesamtziel des Projektes

Verbraucher stehen dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zunehmend kritischer gegenüber. Im Freiland-Gemüseanbau sowie im Zierpflanzenanbau unter Glas ist der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel eine besondere Herausforderung, aber auch im Gemüsebau unter Glas werden schnellwirksame Nützlinge zur Reduktion von Blattlausherden benötigt. Im ökologischen Anbau ist dieser Bedarf aufgrund der limitierten Verfügbarkeit zugelassener, wirksamer Pflanzenschutzmittel am höchsten. Im Projekt wird das Potential von Grabwespen (Hymenoptera: Crabronidae), einer im Pflanzenschutz noch nicht genutzten Nützlingsklasse, evaluiert. Die Vorteile dieser Nützlinge sind im speziellen: I. Deren Ortstreue, die den Einsatz im Freilandgemüsebau ermöglicht, II. Die informative Komponente, da die Ausbringung ähnlich wie in einem Insektenhotel erfolgen kann und somit ideal für Lehrgärten und Urban Gardening-Systeme ist und III. Das saubere Abtransportieren der Blattläuse durch die Grabwespen, das den Einsatz in Blattgemüsen und Zierpflanzen ermöglicht. Im Projekt werden zunächst die Habitatansprüche der Grabwespen und zudem grundlegende Parameter zu deren Effizienz als Blattlausgegenspieler erforscht. Ziel des Projektes ist dann die Herstellung eines mit Grabwespenstadien vorbestückten Nisthabitatsystems aus mit Holzschaum gefüllten Holzröhren als gezielte Pflanzenschutzmaßnahme zur Bekämpfung von Blattläusen. Für dieses Ausbringungssystem werden im Projekt künstliche Brutröhren für Grabwespen entwickelt. Das System kann speziell im ökologischen Anbau als sofort wirksame Maßnahme direkt an Befallsherde gebracht werden und damit in bestimmten Situationen den Einsatz von Ölen und anderen Kontaktinsektiziden ersetzen.


Mittelgeber

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft