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HemPFi

Optimierung des Anbaus von Faserhanf in Deutschland und Uruguay


Laufzeit

2026-01-01 bis 2028-12-31

Projektleitung

  • Jorita, Krieger


Zuständige Fachinstitut

Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde


Beteiligte JKI-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

  • Maren, Langhof
  • Jorita, Krieger
  • Anne-Marie, Stache
  • Laura, Lewerenz

Kooperationspartner

  • Institut für Pflanzenschutz in Gartenbau und urbanem Grün (JKI)
  • Ministerio de Ganadería Agricultura y Pesca


Gesamtziel des Projektes

Die Verwendung von Faserhanf hat in Deutschland und Europa eine lange Tradition. Der Hanfanbau war aber in Deutschland von 1982 bis 1996 verboten, weshalb weder die Verarbeitung weiterentwickelt, noch die Hanfzüchtung etabliert wurde. Allerdings kann der Hanfanbau zu den Zielen des Green Deals beitragen und soll, durch Beschluss der Europäischen Kommission, gefördert werden. Das gemeinsame Ziel der unabhängig voneinander durchgeführten Projekte in Uruguay und Deutschland ist es, geeignete Genotypen für den Anbau in den jeweiligen klimatischen Regionen zu identifizieren und die Voraussetzungen für zukünftige Züchtungsprogramme zu schaffen. Darüber hinaus soll der Anbau optimiert werden, um stabile Erträge und Qualitäten garantieren zu können. In diesem Projekt sollen verschiedene Faserhanf-Akzessionen charakterisiert werden, um einen allgemeinen Überblick über das verfügbare genetische Material zu erhalten und um geeignete Akzessionen für den Anbau in Deutschland auszuwählen. Das zu prüfende Sortiment soll aus europäischen, uruguayischen und US-amerikanischen Genotypen zusammengestellt werden. Neben der klassischen Phänotypisierung sollen auch UAV-gestützte Sensorik, wie RGB-, Multispektral- und Thermalkameras, zum Einsatz kommen. Die gewonnenen Daten aus der Phänotypisierung können genutzt werden, um mögliche genetische Ressourcen für zukünftige züchterische Arbeiten zu identifizieren. In Feldversuchen mit differenzierten Saatterminen sollen an zwei Standorten Wachstum und Entwicklung der Pflanzen sowie Ertragsbildung und Faserqualität untersucht werden. Wesentliche Parameter sind der Blattflächenindex, die Bestandeshöhe und das Entwicklungsstadium der Pflanzen. Durch die Differenzierung der Saattermine kann zudem die Frühsaat- sowie die Spätsaatverträglichkeit untersucht werden. Genotypische Effekte und Genotyp x Umwelt-Interaktionen sollen vegetationsbegleitend über boden- und UAV-gestützte Sensorik und Bonituren untersucht werden. Darüber hinaus sollen zu verschiedenen Terminen die einzelnen Faserfraktionen wie auch der THC-Gehalt analysiert werden. In engem Austausch werden ähnliche Versuche auch in Uruguay durchgeführt. Dadurch ist es möglich, einen Einblick in die Plastizität der Hanf-Phänotypen in verschiedenen geographischen Regionen und Klimaten zu erhalten.


Mittelgeber

Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat