Institut für Züchtungsforschung an gartenbaulichen Kulturen
Markerbsen und Futtererbsen (Pisum sativum L.) gelten als wichtige eiweißreiche Kulturpflanzen mit wachsender globaler Nachfrage und hoher Akzeptanz, insbesondere in Europa. Klassische Züchtungsmethoden sind jedoch arbeitsintensiv und zeitaufwändig. Die Etablierung eines effizienten Systems zur Erzeugung von Doppelhaploiden (DH) über isolierte Mikrosporenkultur stellt eine vielversprechende Abkürzung zur schnellen Entwicklung homozygoter Linien dar und könnte den Züchtungsfortschritt deutlich beschleunigen.Ziel dieses Projekts ist es, ein DH-Induktionsprotokoll mittels Mikrosporenkultur zu etablieren, indem verschiedene Elite-Zuchtmaterialien von Markerbsen und Futtererbsen getestet werden. In einem multifaktoriellen Versuchsdesign werden die Effekte von Genotyp, Vorbehandlungsbedingungen, Kallusinduktionsmedium und Regenerationsmedium auf die Effizienz der DH-Induktion untersucht. Das optimierte Protokoll soll anschließend auf segregierende Generationen wie F1-Hybriden angewendet werden.Die erfolgreiche Umsetzung dieses Protokolls könnte die Effizienz der Züchtung deutlich steigern und die Entwicklungszyklen neuer Sorten verkürzen. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Erbsenzüchtung in Deutschland und der EU und unterstützt die Eiweißselbstversorgung sowie die steigende Nachfrage nach pflanzlichen Nahrungsquellen für Mensch und Tier.
van Waveren Saaten GmbH, Göttingen