Institut für Strategien und Folgenabschätzung
In einem Langzeitversuch werden die beiden Strategien "Situationsbezogen" und "Reduktion" unter Einfluss der Bodenbearbeitung (wendend oder nicht-wendend) verglichen. Dabei umfasst der Versuch eine 6-feldrige Fruchtfolge. Bei der Strategie "Situationsbezogen" wird der Pflanzenschutz nach den Grundsätzen des integrierten Pflanzenschutzes durchgeführt, unter Berücksichtigung von Schadschwellen und Prognosemodellen. Bei der Strategie "Reduktion" wird der Fokus auf eine vorrangig mechanische Unkrautregulierung gelegt. Durch den Wegfall von Herbizidwirkstoffen und die Zunahme von Resistenzen bei Unkräutern gegen Herbizide ist hier eine hohe Relevanz gegeben. Es finden umfangreiche Erhebungen zum Schaderregerauftreten statt (pilzliche und tierische Schaderreger sowie Unkräuter). In beiden Strategien werden darauf aufbauend aktuelle Warndienstmeldungen, Bekämpfungsschwellen, Prognosemodelle und Expertensysteme für die Bekämpfungsentscheidungen herangezogen. Zur Bewertung der beiden Strategien werden neben der Pflanzenschutzintensität (BI) auch Erträge und ökonomische Kennzahlen berechnet. Die durch den Versuch erhaltenen Erkenntnisse können auch im Ökologischen Landbau verwendet werden, gegebenenfalls sind Anpassungen erforderlich.
Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat