Institut für Resistenzforschung und Stresstoleranz
Vor dem Hintergrund des steigenden CO2-Gehalts der Atmosphäre und zunehmender Klima-variabilität stellt sich die Frage, ob und wie - neben stabilen Weizenerträgen - insbesondere Weizenqualitäten auch unter zukünftigen klimatischen Bedingungen erzielt werden können. Mit steigendem CO2-Gehalt der Atmosphäre ist mit steigender pflanzlicher Biomasse und Kor-nerträgen von Weizen zu rechnen, gleichzeitig sinkt jedoch der Proteingehalt aufgrund gestei-gerter Kohlenstoffaufnahme und gleichzeitig verringerter Konversion von Nitrat-N in Blatt-Protein. Zunehmende Klimavariabilität, sowie Hitze und Trockenheit erschweren zudem eine bedarfsgerechte Bestandesführung. Höhere N-Gaben zur Steigerung des Proteingehalts wären aus Klima- und Umweltschutzgründen kontraproduktiv. Eine zielgerichtete Klimaanpassung muss daher zwingend durch eine entsprechende Sortenwahl und standortoptimierte Anbauent-scheidungen im Klimawandel erfolgen. Ziel des Vorhabens ist daher die Aufrechterhaltung der Proteinversorgung mit Weizen, der auch unter veränderten Klimabedingungen wie höheren CO2-Konzentrationen und zunehmender Trockenheit hohe Proteingehalte und Backqualität aufweist. Hierfür werden umfassende Untersuchungen der Klimafolgen auf die Weizenqualität, besonders den Proteinertrag, sowie die Entwicklung und Bewertung standortoptimierter Anpassungsmaßnahmen, besonders Sortenwahl, für die zukünftige Weizenproduktion im Klimawandel in Deutschland durchgeführt. Ob, in welchen Anbaugebieten, und unter welchen Gegebenheiten hohe Proteinerträge auch zukünftig in der deutschen Weizenproduktion erzielt werden können und welche spezifischen Anpassungsmaßnahmen für eine nachhaltige Weizenproteinerzeugung im Klimawandel ergrif-fen werden können, ist daher Fragestellung des Projekts.
Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat