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WiRoS

Untersuchung der Belastung von Wildtierarten (Wildschwein, Braunbär, Dachs) durch sekundär Vergiftungen mit antikoagulanten Rodentiziden in Slowenien.


Laufzeit

2026-08-01 bis 2028-09-30

Projektleitung

  • Kathrin, Fisch


Zuständige Fachinstitut

Institut für ökologische Chemie, Pflanzenanalytik und Vorratsschutz


Beteiligte JKI-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

  • Kathrin, Fisch

Kooperationspartner

  • Universität Ljubljana, Vetrinärmedizinische Fakultät


Gesamtziel des Projektes

Antikoagulante Rodentizide (ARs) sind Biozidprodukte, die in der Europäischen Union gemäß der Biozid-Verordnung (EU) Nr. 528/2012 zugelassen sind. Antikoagulante Rodentizide der zweiten Generation (SGARs) werden als persistente, bioakkumulierbare und toxische (PBT) Stoffe eingestuft und stellen ein erhebliches Umweltrisiko dar. Daher überprüft die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) ihre Zulassung alle fünf Jahre auf der Grundlage der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, wobei die Fortführung der Zulassung von geeigneten Risikominderungsmaßnahmen abhängt. Die Erhebung solider Überwachungsdaten aus verschiedenen europäischen Regionen ist daher unerlässlich, um die regulatorischen Entscheidungen der ECHA und die nationalen Zulassungsverfahren zu unterstützen. Slowenien, eines der waldreichsten Länder Europas, bietet ideale Rahmenbedingungen für die Untersuchung der Exposition von Wildtieren gegenüber ARs. Ziel dieses Projekts ist es, das Vorkommen von AR-Rückständen bei Wildschweinen (Sus scrofa), Braunbären (Ursus arctos) und Dachsen zu bewerten, die im Rahmen von Jagdprogrammen und Wildtierbeobachtungen gesammelt wurden. Bei allen Arten werden Leberproben analysiert, zusätzlich werden, sofern verfügbar, Muskel-, Fett- und Darminhaltproben untersucht. Rückstände von Antikoagulanzien-Rodentiziden werden mittels LC-MS/MS bestimmt.Die Studie wird die erste umfassende Bewertung der AR-Exposition bei Wildtieren in Slowenien und auf dem Westbalkan liefern. Sie wird zentrale Risikofaktoren für Sekundärvergiftungen identifizieren, Risiken für die Umwelt und die Lebensmittelsicherheit bewerten und die potenziellen Auswirkungen der AR-Exposition auf das Darmmikrobiom und die Immunantwort bei Wildschweinen untersuchen. Parallel zum RaRoSlo-Projekt, das die Belastung von Greifvögeln in Slowenien untersucht, wird die vorgeschlagene Studie das Wissen über die AR-Kontamination bei verschiedenen Wildtiertaxa erheblich erweitern. Die kombinierten Ergebnisse werden Vergleiche mit bestehenden Überwachungsdaten aus Deutschland ermöglichen, das Verständnis des Verbleibs in der Umwelt und der Gewebeverteilung von ARs verbessern und zu einer evidenzbasierten Risikobewertung, zum Artenschutz sowie zu einem nachhaltigen Umgang mit Rodentiziden in ganz Europa beitragen.


Mittelgeber

Universität Ljubljana