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Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Institutsleitung
Prof. Dr. Johannes A. Jehle

Adresse
Heinrichstraße 243
64287 Darmstadt

Sekretariat
Sylvia Adamek / Susanne Ganzer
Tel: 06151 407-0
Fax: 06151 407-290
bi@  julius-kuehn.  de

Veröffentlichung
Institutsflyer
Broschüre

Gegen viele Schad- und Krankheitserreger unserer Kulturpflanzen hält die Natur natürliche Gegenspieler bereit. Dabei greift der biologische Pflanzenschutz nicht nur auf Nützlinge wie Marienkäfer oder Schlupfwespen als Gegenspieler zurück, sondern bedient sich einer breiten Palette: Natürlich vorkommende Bakterien, Pilze und Viren, Insekten, Milben und Nematoden, aber auch Pflanzenextrakte helfen, gesunde Pflanzen zu erzeugen und dabei den Naturhaushalt zu schonen.

Das Institut für Biologischen Pflanzenschutz in Darmstadt ist das einzige Fachinstitut in Deutschland, in dem das gesamte Spektrum des biologischen und biotechnologischen Pflanzenschutzes bearbeitet wird. Damit nimmt es eine Schlüsselrolle ein, Pflanzenschutzverfahren zu entwickeln und zu bewerten, die auf der Nutzung natürlicher Antagonisten von Schädlingen (vor allem Schadinsekten und Milben) und Pflanzenkrankheiten basieren.

Am Institut werden die Interaktionen und Wirkmechanismen von Schaderregern und deren Gegenspielern erforscht. Untersuchungen zu diesen Wechselbeziehungen sind von entscheidender Bedeutung, wenn es gilt, biologische Verfahren des Pflanzenschutzes zu entwickeln.

Für neue Strategien zur Biologischen Bekämpfung von Schadorganismen erforschen wir natürlich vorkommende Mikroorganismen, Viren, Insekten, Milben und Nematoden. Wir untersuchen und evaluieren die Wirkung von Naturstoffen, die geeignet sind, Schaderreger zu bekämpfen bzw. die natürlichen Abwehrkräfte der Pflanzen zu fördern.

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt des Instituts sind Untersuchungen zur funktionellen Biodiversität. Die Vielfalt natürlich vorhandener Organismen und deren Rolle in Ökosystemen stehen dabei im Vordergrund. Für eine nachhaltige biologisch-ökologische Landwirtschaft ist die Erforschung solcher Funktionen unerlässlich.

Biologische Pflanzenschutzverfahren sind im ökologischen Landbau von herausragender Bedeutung, da hier chemische Maßnahmen nicht erlaubt sind. Sie stellen ebenfalls wesentliche Bestandteile des integrierten Pflanzenschutzes (IPS) dar. Der IPS kombiniert biologische, chemische und physikalische Maßnahmen, um Schaderreger effizient und umweltschonend zu bekämpfen. Weiterhin können diese Verfahren als Alternative bei der Schließung von Bekämpfungslücken genutzt werden.

Im Rahmen der europaweiten Bemühungen, die Anwendung chemischer Pflanzenschutzmittel zu reduzieren, kommt den biologischen Verfahren eine zunehmend wichtige Rolle in der Pflanzenschutzpraxis zu.

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