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Inhalt: BioIntAkt Spring School

Klassische vs. KI-basierte Entomologie

Wie können wir Insekten möglichst effizient und minimalinvasiv monitoren? Diese Frage ist für Biodiversität, Insektenschutz, sowie die Früherkennung und das Monitoring von Schadinsekten und Nützlingen immer wieder Thema in Landwirtschaft, Naturschutz und Forschung. 

Als eine innovative Möglichkeit wird dazu aktuell die akustische Bestimmung von Insekten mittels KI-basierten Ansätzen im Projekt BioIntAkt (Biodiversitätsfaktormessung mit Intelligenten Akustischen Sensoren) erforscht. Im Rahmen des Projekts war die BioIntAkt Spring School der Universität Göttingen mit ca. 45 Teilnehmenden am Mittwoch, den 25.03.2026 am Institut für Pflanzenschutz in Ackerbau und Grünland des Julius Kühn-Instituts in Braunschweig zu Besuch. 

Verschiedene Vorträge zu laufenden und ehemaligen Projekten informierten die Teilnehmenden über aktuelle Forschungserfolge, Herausforderungen und Limitationen in der KI-Nutzung im (Schad-)Insektenmonitoring. So referierte Jelto Branding (CAU) über das Projekt IPMaide und die Konzeption einer schallisolierten Akustikbox und erster akustischer Insektenaufnahmen von Tomatenschädlingen im Gewächshaus. Johannes Hausmann (JKI-A) stellte das aktuelle Projekt BioIntAkt am JKI vor, Christoph Joachim (JKI-A) berichtete über die KI-gestützten Blattlauserkennung aus Massenfängen von Saugfallen und Arne Römer (LUH) präsentierte das Projekt LuMoS mit dem Ziel der Entwicklung einer LED-Lichtfalle mit KI-Schadinsektenerkennung und automatisierter Laserapplikation.

Nach dem Mittag konnten die Teilnehmenden Einblicke in die Zucht verschiedener Insektenarten erlangen, die u.a. für die akustischen Aufnahmen im Projekt BioIntAkt genutzt werden. Ebenso wurde die extra für die Aufnahmen konzipierte schallisolierte Akustikbox besichtigt. Anhand von Rüsslern und Marienkäfern wurde demonstriert, wie man unterschiedliche Arten motivieren kann, in der Akkustikbox zu fliegen und somit gute Aufnahmen zu produzieren. Im Vergleich wurden klassische Fangmethoden und Fallen vorgestellt, sowie anhand von Beispielproben gezeigt, wie umfangreich klassisch gesammelte Insektenproben aussehen, wie hoch der Arbeitsaufwand der Sortierung und taxonomischen Bestimmung ist und wie viele nicht-Zielarten (Beifang) in den Proben vorhanden sind. 

Die anregenden Beiträge und die lebhaften Diskussionen machten die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg.

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