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Inhalt: JKI und äthiopisches Agrarforschungsinstitut EIAR starten Verwaltungspartnerschaft

JKI-Züchtungsforscher informiert sich bei Kick-Off-Workshop inklusive Exkursion über die Arbeiten der Partnereinrichtung in Äthiopien im Bereich Pflanzenzüchtung, Sortenprüfung und Regulierung und unterzeichnet Implementation Agreement.

Am 28.-29. April 2026 fand in Addis Abeba der Auftaktworkshop des Projekts „German-Ethiopian Institutional Partnership on Plant Variety Breeding, Testing and Multiplication“ statt. Ziel der einjährigen Verwaltungspartnerschaft zwischen dem JKI und dem Ethiopian Institute of Agricultural Research (EIAR) ist es, den fachlichen Austausch und die wissenschaftliche Kooperation im Bereich Pflanzenzüchtung gezielt zu stärken. Die bilaterale Partnerschaft wird finanziert durch das BMLEH über den Projektträger, die GFA Consulting Group GmbH.

Bereits im vergangenen Sommer wurden erste Projektinhalte bei einem Besuch von JKI-Forschern vor Ort gemeinsam entwickelt.

Der nun, mit der Unterzeichnung des Implementation Agreements, besiegelten einjährige Verwaltungspartnerschaft geht eine langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit voraus: Dazu zählten gemeinsame Promotionsprojekte u.a. zur ausgezeichneten Forschung zur Analyse von Weizenrostpopulationen sowie Arbeiten zur Verbesserung der Trockenstresstoleranz bei Weizen und Gerste, die in mehrere gemeinsame internationale Fachpublikationen mündeten. Ergänzt wird die Verwaltungs-Partnerschaft zur Pflanzenzüchtung durch strategische Initiativen wie das EU-Twinning-Projekt zur Stärkung pflanzengesundheitlicher Standards (SPS) in Äthiopien, an dem das JKI ebenfalls beteiligt ist.

Das Implementation Agreement unterzeichneten der Leiter des JKI-Instituts für Züchtungsforschung an landwirtschaftlichen Kulturen Prof. Dr. Benjamin Stich und der Generaldirektor des äthiopisches Agrarforschungsinstitut EIAR Prof. Nigussie Dechassa Robi am 28.04.2026 in der äthiopischen Hauptstadt im Beisein von GFA-Projektmanager Simon Wittich.

Geplant sind u. a. Trainings für Nachwuchswissenschaftler in Äthiopien, Forschungsaufenthalte von EIAR-Forschenden am JKI sowie gegenseitige Fachvorträge und Studienbesuche.

Im Fokus des Projekts stehen: moderne Züchtungsmethoden, innovative Feldversuchs- und Auswertungsansätze, Sortenprüfung und Saatgutvermehrung, sowie die bessere Kenntnis institutioneller Strukturen der Pflanzenzüchtung in Deutschland und Äthiopien.

Mit der Besichtigung der Forschungsstation in Holetta am zweiten Tag ging der Kick-off-Workshop im „Land of Origins“ zu Ende. Hier wurde exemplarisch die Arbeit an Gerste, Kartoffeln sowie Versuche im „Molecular Biotechnology Labratoy“ präsentiert.

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