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Inhalt: JKI präsentiert sich mit zwei Ständen auf dem Tag der Niedersachsen

Bevölkerung und VIP-Gäste informieren sich über den invasiven Japankäfer und bekommen einen Eindruck von der digitalisierten Landwirtschaft der Zukunft

Die Stadt Braunschweig hatte in diesem Jahr die Ehre vom 12. bis 14. Juni den „Tag der Niedersachsen“ auszurichten. Koordiniert durch die Braunschweig Stadtmarketing GmbH verwandelten sich an dem langen Wochenende zentrale Orte in so genannte Festmeilen mit Ständen und Bühnen. Sie gab allen Playern der Gesellschaft, Vereinen, Firmen, Verbänden und natürlich auch den Forschungseinrichtungen die Möglichkeit, sich in der Innenstadt zu präsentieren. So wurde einerseits die kulturelle Vielfalt, Traditionen, Brauchtum aber auch die zum großen Teil ehrenamtliche Arbeit erfahrbar. Aber das Land präsentierte sich als Wirtschafts- und Forschungsstandort sowie auch seine touristischen Attraktionen.

Das JKI war als Mitaussteller gleich an zwei Ständen vertreten, im Zelt des „Haus der Wissenschaft (HdW)“ in der Braunschweig-Meile auf dem Burgplatz und im Rahmen der Landwirtschaftspräsentation des Braunschweiger Landvolks auf dem Kohlmarkt im PraxisLabor-Truck der Landwirtschaftskammer.

Große Käfermodelle erweckten Aufmerksamkeit

Auf dem Burgplatz hatten die Partnereinrichtungen der ForschungRegion ihre Kräfte gebündelt und das Zelt mit Aktions- und Infoständen gefüllt. Hier informierte das JKI-Fachinstitut für Nationale und Internationale Angelegenheiten der Pflanzengesundheit (AG) anschaulich über seine Arbeiten.

So konnten die Besuchenden in einem Quiz testen, welche gefährlichen Schadorganismen, mit Pflanzen, Obst- und Gemüse, Saatgut, Holzverpackungen oder gar anhaftender Erde an Wanderschuhen nach Europa eingeschleppt werden können, die potenziell unsere heimische Flora und Fauna bedrohen.

Besondere Hingucker waren die beiden überlebensgroßen Modelle des Japankäfers und des Apfelbaumbohrers. Die Aufklärung der breiten Bevölkerung über Aussehen, Schadpotenzial und Einschleppungswege solcher melde- und bekämpfungspflichtiger Quarantäneschadorganismen ist ein wichtiger Baustein zum Schutz von Land- und Forstwirtschaft sowie Gartenbau und öffentlichem Grün. In der Pflanzengesundheit gilt wie in der Humanmedizin auch „vorbeugen ist besser als heilen zu müssen“.

Zukunftsvision: Spot-Farming mit autonomen Feldrobotern

Das JKI-Fachinstitut für Anwendungstechnik (AT) und sein Kooperationspartner vom Institut für mobile Maschinen und Nutzfahrzeuge der TU Braunschweig unterstützten die Präsentation zur digitalisierten Landwirtschaft der Zukunft. So visualisierte ein Tisch-Modell die Idee des Spot-Farming, bei dem der Anbau der Kulturpflanzenarten und Fruchtfolgen sich an den mikroklimatischen Gegebenheiten und Bodenverhältnissen orientiert und daher künftig kleinteilige Flächen, so genannte Spots, bewirtschaftet werden. Das geschieht mit kleineren autonom arbeitenden Maschinen, so die Zukunftsvision. Ein besonderes Highlight war daher auch der „Feldfreund“ ein Waschmaschinengroßer GPS-gesteuerter Feldroboter. Der Miniroboter, der derzeit bei einer Züchterfirma im Einsatz ist gab einen Vorgeschmack darauf, wie künftig „Schwärme“ autonomer Maschinen, idealerweise mit erneuerbarem Strom betrieben, quasi 24/7 ihre Mess- und Pflegedienste im Feld verrichten.

Im PraxisLabor Digitaler Ackerbau der LWK wurde deutlich, wie heute bereits mit Drohnen mit hochauflösenden Spezialkameras Feldflächen oder angebaute Pflanzenbestände untersucht werden, sei es um Unkrautnester zu identifizieren, Erntereife zu ermitteln, Nährstoff- und Wasserversorgung oder den Gesundheitszustand der Pflanzen zu erfassen.

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