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Institut für Anwendungstechnik im Pflanzenschutz

Aktuelles

Projekt Zukunftslabor Agrar nach fast 6 Jahren erfolgreich beendet!

Im Januar 2020 startete das vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) sowie durch die Volkswagen Stiftung und zukunft.niedersachsen geförderte Projekt „Zukunftslabor Agrar“ am Institut für Anwendungstechnik im Pflanzenschutz am Julius Kühn-Institut.

Neben dem JKI waren auch die Hochschule Osnabrück, die Georg-August-Universität Göttingen, die Universität Vechta, die Technische Universität Braunschweig, das Thünen-Institut, das Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) Osnabrück und die Universität Osnabrück am Projekt beteiligte Einrichtungen.

Das Julius Kühn-Institut beschäftigte sich im Rahmen des Projektes intensiv mit dem Thema Spot Farming, einem neuen, kleinräumigen, an den Standort angepassten, nachhaltigen Pflanzenbausystem. Ziel war es die Anwendbarkeit des derzeit noch theoretischen Pflanzenbausystems unter verschiedenen Rahmenbedingungen zu evaluieren und eine valide Datengrundlage zu erarbeiten, auf dessen Grundlage aussagekräftige und belastbare Spot-Karten erstellt werden können. Dazu wurde eine umfangreiche Recherche und Evaluation von Geoinformationsdaten vorgenommen. Da eine Einteilung in sehr kleine Teilbereiche erfolgen soll, werden hochauflösende Geoinformationsdaten benötigt, um diese abbilden zu können. Des Weiteren werden Daten benötigt, die über einen langen Zeitraum beständig bleiben und von äußeren Umständen (z.B. Wetter, Bewirtschaftung) relativ unbeeinflusst sind. Als valide Datengrundlage erwiesen sich die Bodenkarte (Eigenschaft: Bodentyp), die Bodenschätzungskarte (Eigenschaft: Bodenart) und das Digitale Geländemodell (zur Ableitung des Energieangebotes). Diese Daten wurden verwendet und eine Methodik entwickelt, mit der, zunächst für ausgewählte Beispielflächen in Niedersachsen, Spot-Karten erstellt wurden. Dieser Prozess wurde teilweise automatisiert. Da die Beispielflächen durch jahrzehntelange eigene Bewirtschaftung bekannt sind, konnte die Richtigkeit der Ergebnisse aufgrund der Übereinstimmung mit den tatsächlichen Bedingungen vor Ort validiert werden. Durch die Erstellung der Spot-Karten konnte ein Vergleich der Ist-Situation zur Spot-Situation dargestellt werden und wie sich die Flächenaufteilung durch das Spot Farming-Konzept verändern würde.

Weiterhin wurden umfangreiche Untersuchungen zum Thema Schattenwurf durchgeführt, da dieser durch die Integration von Saumstrukturen eine größere Relevanz haben wird. Zuletzt wurde eine Datenbank erstellt, mit der eine spotspezifische Fruchtfolge generiert werden kann.

Durch zahlreiche Veranstaltungen und Vorträge zeigte sich eine positive Resonanz und großes Interesse am Thema Spot Farming, sowohl aus Forschungskreisen als auch aus der Öffentlichkeit. Die Forschungsarbeiten zeigten die hohe Komplexität des Themas und den daraus resultierenden weiteren Forschungsbedarf. Insbesondere die Umsetzbarkeit aus technischer und pflanzenbaulicher Sicht aber auch die bestmögliche Integration von Biodiversitätselementen und grünen Korridoren in die Landschaft sind wichtige Aspekte, die im neuen Pflanzenbausystem Spot Farming berücksichtigt werden. 

Am 31. August 2025 wird das Projekt Zukunftslabor Agrar nun erfolgreich abgeschlossen. 

 

Weitere Verweise:

https://zdin.de/zukunftslabore/agrar

https://www.youtube.com/watch?v=BWSEByB19_M&t=1s

Veröffentlicht am