Berlin, Deutschland, 8. Juli 2026 – Das neue Horizon-Europe-Projekt COLiBRI – Collaborative Crop Breeding Research and Innovation for a Green Europe – bringt zentrale Akteurinnen und Akteure aus ganz Europa zusammen, um die Koordination der Forschung und Innovation in der Pflanzenzüchtung zu stärken und eine gemeinsame Vision für zukünftige Investitionen zu entwickeln. Offiziell startet das Projekt mit seinem Kick-off-Meeting am 8. und 9. Juli 2026 am Julius Kühn-Institut (JKI) in Berlin-Dahlem.
Ein zentrales Ziel von COLiBRI ist die Entwicklung einer Europäischen Roadmap für Forschung und Innovation in der Pflanzenzüchtung, ergänzt durch eine Umsetzungsstrategie sowie einen Rahmen für ein künftiges paneuropäisches Netzwerk und einen entsprechenden Fördermechanismus im Bereich der Pflanzenzüchtung. Gemeinsam sollen diese Ergebnisse dazu beitragen, Forschungsprioritäten, die Bedarfe des Züchtungssektors, politische Zielsetzungen und Fördermöglichkeiten europaweit besser aufeinander abzustimmen.
Die Pflanzenzüchtung ist von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung neuer Sorten, die der Landwirtschaft helfen, den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen, die Nachhaltigkeit zu erhöhen, die Biodiversität zu fördern sowie einen Beitrag zur Ernährungs- und Lebensmittelsicherheit zu leisten. Dennoch ist die europäische Forschungs- und Innovationslandschaft in der Pflanzenzüchtung nach wie vor stark fragmentiert. Förderstrukturen, Infrastrukturen und Forschungsaktivitäten sind häufig unzureichend aufeinander abgestimmt.
COLiBRI wurde ins Leben gerufen, um dieser Herausforderung zu begegnen. Das im Rahmen von Horizon Europe Cluster 6 – Farm2Fork geförderte Projekt läuft vom 1. Juni 2026 bis zum 30. November 2028 und vereint 17 Organisationen, darunter öffentliche Forschungseinrichtungen, Pflanzenzüchter, Landwirtinnen und Landwirte, Forschungsinfrastrukturen, europäische Netzwerke sowie politische Akteurinnen und Akteure.
In den kommenden zweieinhalb Jahren werden die Projektpartner gemeinsam mit Interessengruppen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Pflanzenzüchtung Forschungsprioritäten identifizieren, technologische und infrastrukturelle Bedarfe bewerten, Finanzierungslücken analysieren und Möglichkeiten für eine engere Zusammenarbeit ausloten. Dabei berücksichtigt das Projekt ein breites Spektrum an Kulturpflanzen, Merkmalen, Technologien, Produktionssystemen und Züchtungsansätzen, um sicherzustellen, dass die künftigen Empfehlungen die Vielfalt der europäischen Landwirtschaft widerspiegeln.