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Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Institutsleitung
Professor Dr. Peter Zwerger

Adresse
Messeweg 11/12
38104 Braunschweig

Sekretariat
Elke Claas
Tel: 0531 299-4501
Fax: 0531 299-3008
a@  julius-kuehn.  de

Adresse
- Außenstelle Kleinmachnow -
Stahnsdorfer Damm 81
14532 Kleinmachnow

Zentrale
Tel: 033203 48-0
Fax: 033203 48-425
 
Adresse
- Versuchsstandort Elsdorf -
Dürener Straße 71
50189 Elsdorf/Rhld.
Tel: 02274 6446
Fax: 02274 826-05
matthias.daub@  julius-kuehn.  de

Veröffentlichung
Institutsflyer
Broschüre

 

 

Herbologie

Unkräuter können zu Ernteverlusten und Qualitätseinbußen im Ackerbau führen, aber auch die Sicherheit von Verkehrswegen (Bahngleise, Gehwege) gefährden. Andererseits haben die zahlreichen Unkrautarten auch positive Effekte, da sie die Biodiversität erhöhen. So befassen sich die Forschungsarbeiten des Arbeitsbereichs Herbologie vorrangig mit der Biologie und Ökologie von Unkräutern und Ackerwildkräutern sowie dem Management von invasiven Arten.

Unkräuter zählen nach wie vor zu den wichtigsten Schadorganismen im Ackerbau. Neben schädlichen Effekten, wie Ertragsverluste oder Qualitätsminderungen, können Unkräuter auch die Funktionsfähigkeit von Flächen reduzieren, die nicht für die Produktion genutzt werden. So können sie z. B. die Verkehrssicherheit auf Fußwegen oder den ökologischen Wert einer Fläche (z. B. durch das massenhafte Auftreten des Japanischem Staudenknöterichs) vermindern. Das Management von eingeschleppten gebietsfremden invasiven Unkrautarten gewinnt als Aufgabenfeld der Herbologie zunehmend an Bedeutung. Auf der anderen Seite gehen von Unkräutern oder Ackerwildkräutern eine Vielzahl positiver Eigenschaften und Effekte aus, die ebenfalls im Blickpunkt unserer Arbeit stehen.

Obwohl schon lange über Unkräuter geforscht wird, sind ständig neue Wissenslücken zu schließen, da sich sowohl klimatische, technische oder ökonomische Rahmenbedingungen, aber auch gesellschaftliche Zielvorstellungen ändern. Die Biologie und Ökologie von Unkräutern und Ackerwildkräutern zu erforschen, steht daher ständig auf der Agenda der Arbeit der Herbologen.

Ein weiterer Fokus unserer Arbeiten ist es, integrierte Bekämpfungsstrategien zu optimieren. Dazu zählen alle Maßnahmen, die dazu dienen, die Abhängigkeit von der chemischen Unkrautbekämpfung bzw. den Herbizidaufwand direkt zu verringern. Bei den zulassungsbegleitenden Untersuchungen spielt im Arbeitsbereich Herbologie eine Rolle, wie sich z. B. Herbiziden auf danach angebaute und benachbarte Kulturen auswirken.