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Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Institutsleitung
Professor Dr. Peter Zwerger

Adresse
Messeweg 11/12
38104 Braunschweig

Sekretariat
Elke Claas
Tel: 0531 299-4501
Fax: 0531 299-3008
a@  julius-kuehn.  de

Adresse
- Außenstelle Kleinmachnow -
Stahnsdorfer Damm 81
14532 Kleinmachnow

Zentrale
Tel: 033203 48-0
Fax: 033203 48-425
 
Adresse
- Versuchsstandort Elsdorf -
Dürener Straße 71
50189 Elsdorf/Rhld.
Tel: 02274 6446
Fax: 02274 826-05
matthias.daub@  julius-kuehn.  de

Veröffentlichung
Institutsflyer
Broschüre

 

 

Nematologie

Nematoden (Fadenwürmer oder Älchen) verursachen bei Kulturpflanzen erhebliche Ertragsverluste. Die durch Nematoden verursachten Schäden werden jedoch oft nicht erkannt, da die Nematoden kaum sichtbar sind und häufig keine spezifischen Symptome hervorrufen. Sie sind auf Grund ihrer Lebensweise im Boden oder in der Pflanze besonders schwierig zu bekämpfen. Im Arbeitsbereich Nematologie werden grundlegende Kenntnisse zur Biologie und Bekämpfung pflanzenparasitärer Nematoden von Ackerbaukulturen erarbeitet.

Nematoden haben sehr unterschiedliche Lebensweisen und gehören zu den artenreichsten Gruppen tierischer Organismen. Allein etwa 4.000 Arten sind als Schädlinge von Pflanzen bekannt. Auf Grund des schwierigen Nachweises und der unspezifischen Symptome werden pflanzenparasitäre Nematoden als Schadursache in Ackerkulturen selten erkannt. Wirtschaftlich spielen sie im Ackerbau vor allem beim Anbau von Kartoffeln, Zuckerrüben und Getreide eine Rolle. Ihre tatsächliche Bedeutung als Schaderreger von Kulturpflanzen ist vermutlich weitaus größer als derzeit bekannt.

Die Entwicklung von Bekämpfungsstrategien beginnt mit dem Nachweis des Schaderregers. Neue Methoden zum Nachweis und zur Erfassung der Schadwirkung von Nematoden sind deshalb von großer Bedeutung. Wir beschäftigen uns deshalb u.a. damit, Ferndiagnosetechniken und Prognosemodelle zu entwickeln, die die Grundlage für moderne Bekämpfungsverfahren darstellen.

Dort, wo Schäden durch Nematoden auftreten, ist die nachhaltige Verringerung schädigender Populationsdichten das Ziel. Dies kann durch pflanzenbauliche Maßnahmen (Saatzeit, Fruchtfolge, Sortenwahl) erreicht werden. Sinnvoll ist es, diese Maßnahmen durch weitere Verfahren zu unterstützen. Während biologische Bekämpfungsverfahren meist auf ganz spezielle Wirkungsmechanismen im Boden oder in der Pflanze basieren, haben nematizide Wirkstoffe eine breite Wirkung und können auch einen Einfluss auf andere Organismen haben. Wie diese Verfahren wirken und welche Mechanismen ihnen zugrunde liegen, wird intensiv von uns erforscht. Dies bildet die Grundlage für die Entwicklung neuer umweltschonender Verfahren.

Ein zentrales Bekämpfungselement ist der Anbau von resistenten Kulturpflanzen, einschließlich resistenter Zwischenfrüchte. Die amtliche Prüfung der Widerstandsfähigkeit von Kulturpflanzen gegenüber den wichtigsten schädlichen Nematoden ist deshalb eine Hauptaufgabe unserer Arbeitsgruppe. Verfahren zur Prüfung der Resistenzeigenschaften von Kulturpflanzen werden von uns ständig weiterentwickelt und an neue Anbaubedingungen oder Veränderungen der Schaderreger („Resistenzbrecher“) angepasst.