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Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Institutsleitung
Dr. Jens-Georg Unger

Adresse
Messeweg 11/12
38104 Braunschweig

Sekretariat
Simone Wittke
Tel: 0531 299-3371
Fax: 0531 299-3007
ag@  julius-kuehn.  de

Adresse
Stahnsdorfer Damm 81
14532 Kleinmachnow

Sekretariat:
Tel: 033203 48-274
Fax: 033203 48-385
ag@  julius-kuehn.  de

Veröffentlichung
Institutsflyer
Broschüre

Pflanzengesundheit und Export

Die deutsche Agrarwirtschaft möchte zunehmend Pflanzen und Pflanzenprodukte wie Getreide oder Obst in Länder außerhalb der EU exportieren. Dafür müssen die Einfuhrbestimmungen der Zielländer eingehalten werden. Dahinter verbergen sich oftmals sehr komplexe pflanzengesundheitliche Regelungen. Das JKI leistet in enger Abstimmung mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie der Wirtschaft fachliche Unterstützung, wenn es darum geht, Exportmärkte zu erschließen und zu erhalten. Ergänzend informieren wir über die Einfuhrvorschriften einer Vielzahl von Drittländern.

Risikoanalyse des Ziellandes vor Marktzugang

Vor allem südamerikanische und asiatische Länder sowie die USA erlauben Einfuhren erst dann, wenn sie die phytosanitären Risiken pflanzlicher Importprodukte analysiert und auf dieser Grundlage konkrete Einfuhranforderungen festgelegt haben. Das Exportland ist in diesem Falle aufgefordert, umfangreiche Daten (Dossiers) mit Angaben über die im Exportland vorkommenden Schadorganismen und deren Bekämpfung bereitzustellen. Im Fall von pflanzlichen Erzeugnissen aus deutscher Produktion ist das JKI dafür verantwortlich, derartige Dossiers zu erarbeiten.

Das Exportinteresse der Wirtschaft wird in der Regel über die Verbände der Agrarwirtschaft dem BMEL mitgeteilt. Die Reihenfolge der Bearbeitung der Dossiers koordiniert das BMEL in Kooperation mit der Wirtschaft und dem JKI im Rahmen des „Runden Tisches zur Identifizierung von pflanzengesundheitlichen und saatgutrechtlichen Handelshemmnissen“.

IPPC - Konformität beim weltweiten Handel

Das IPPC ist ein internationales Übereinkommen, das 182 Staaten unterzeichnet haben. Es definiert den Rahmen für einzelstaatliche Rechtsvorschriften im Bereich der Pflanzengesundheit. Das Institut setzt sich dafür ein, IPPC-konforme pflanzengesundheitliche Regelungen sowohl in der EU als auch im internationalen Handel zu schaffen. Dies geschieht beispielsweise durch die Mitarbeit in nationalen und internationalen Gremien, die u.a. internationale Standards erarbeiten, welche zu einer Harmonisierung im weltweiten Handel beitragen.

Ein weiteres Ziel des JKI ist die Identifizierung und der Abbau von Handelshemmnissen. Beispielsweise geht das Institut Beschwerden der Wirtschaft nach und überprüft kontinuierlich die im Rahmen des Abkommens über sanitäre und phytosanitäre Maßnahmen (SPS) übermittelten Entwürfe neuer Einfuhrvorschriften von Drittländern (SPS-Notifizierungen). So sollen eventuelle Handelshemmnisse frühzeitig erkannt werden.

Informationen zu pflanzengesundheitlichen Rechtsvorschriften

Das Institut stellt im Internet Rechtsvorschriften Deutschlands, der EU und die Einfuhrvorschriften von Nicht-EU-Staaten für jedermann zur Verfügung. Diese finden Sie in unsererm Wissensportal Pflanzengesundeit (siehe Startseite Institut).  Ferner erteilt das Institut Auskünfte an die Pflanzenschutzdienste (Ansprechpartner für die Wirtschaft bei Exportfragen), wenn Rechtsvorschriften fehlen oder einer näheren Klärung bedürfen.