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Moderne Landwirtschaft ist geprägt von wissenschaftlichem und technischem Fortschritt. Die Agrartechnik ist „intelligent“ geworden. Die Maschinen orientieren sich mittels GPS im Gelände, sind mit diversen Sensorsystemen ausgestattet, kommunizieren miteinander und sammeln eigenständig vor Ort Daten. Am JKI werden spezielle Teilbereiche aus dem Fachgebiet der Agrartechnik bearbeitet.

Ein Schwerpunkt der JKI-Forschung liegt auf der Entwicklung intelligenter Pflanzenschutzspritzen bzw. –sprühgeräte mit dem Ziel, Pflanzenschutzmittel ortsgenau und verlustarm anzuwenden. Ein weiterer Fokus liegt auf der präzisen Anwendung, dem sogenannten Precision Farming. Hierzu gehört auch, dass der Befall mit Schaderregern und Krankheiten mit technischen Hilfsmitteln erkannt wird,
z. B. mit optischen Systemen. Die von diesen Systemen erfassten Messdaten werden teilweise vor Ort verarbeitet und dienen der Vorhersage der Krankheitsentwicklung oder der Unkrautentwicklung. Dank leistungsfähiger Rechner werden Spritzkarten erzeugt, auf deren Grundlage die Anwendung der Pflanzenschutzmittel situationsbedingt erfolgt. Dadurch wird der Pflanzenschutzmitteleinsatz reduziert, weil die Mittel nur wenn nötig, zum richtigen Zeitpunkt und an der richtigen Stelle ausgebracht werden.

Schließlich forschen JKI-Experten auch an mobilen Mess-Systemen, die Qualitätseigenschaften von Pflanzen, beispielsweise Eiweißgehalte, Ölgehalte oder Stärke, bereits auf dem Feld, also noch vor der Ernte erfassen.

Die Züchtungsforschung des JKI profitiert durch eine hohe Zeitersparnis, Effizienz und Genauigkeit von automatisierten Phänotypisierungen. Maschinen sollen helfen, phänologische Merkmale wie die Blatt- oder Fruchtentwicklung von aussichtsreichem Material und Neuzüchtungen zu beurteilen oder ihre Anfälligkeit auf Krankheiten zu testen. Vorteilhaft ist, dass bei der Bonitur der Pflanzen durch Roboter viele Merkmale wesentlich schneller und fehlerfreier erfasst werden können.