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Innovative Pflanzenschutzgeräte

Sparsame und präzise arbeitende Pflanzenschutzgeräte sind heute ein wichtiges Werkzeug, um Pflanzenschutzmittel einzusparen. Das gilt unabhängig davon, ob die Schaderreger mit chemisch-synthetischen  Pflanzenschutzmitteln oder - wie im Ökolandbau vorgeschrieben - mit Kupfer, Schwefel oder natürlichen Präparaten bekämpft werden.

Abdrift mindernde Düsen: So genannte Abdrift mindernde Düsen sorgen dafür, dass Pflanzenschutzmittel nur auf den Zielflächen landen, wo sie tatsächlich wirken sollen. Des Weiteren sind vor allem Sprühgeräte für Dauerkulturen wie Obst, Reben und Hopfen heute so konstruiert, dass sie den überschüssigen Sprühschleier auffangen. Am JKI werden neue Düsen und Geräte getestet und klassifiziert.

Automatische Teilbreitenabschaltungen: Die Innovationen setzen sich mit so genannten automatischen Teilbreitenschaltungen fort.  Hier erkennt das Gerät, ob eine Fläche bereits behandelt worden ist. Doppelbehandlungen werden somit vermieden. Zudem können gesetzlich geforderte Abstände zu Gräben (Gewässerschutz) und anderen Saumbereichen besser eingehalten werden. Am JKI wurde im Rahmen eines vom BMEL geförderten Projektes ein Testverfahren entwickelt, mit dem untersucht werden kann, mit welcher Genauigkeit diese Systeme arbeiten.

Teilflächenspezifische Anwendungen: Pflanzenschutzmittel können eingespart werden, indem sie nicht auf der gesamten Fläche angewendet werden. Man spricht von teilflächenspezifischen Anwendungen. Auf Ackerkulturen bezogen bedeutet dies, dass Mittel gegen Unkräuter (Herbizide) nur auf den Bereichen eines Feldes ausgebracht werden, auf denen Unkräuter tatsächlich wachsen. In Obstanlagen werden Fungizide (Mittel gegen Pilzkrankheiten) nur dort gesprüht, wo Bäume stehen und Blattwerk vorhanden ist. Die JKI-Forscher sind hier in diversen Projekten aktiv.