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Inhalt: JKI-Zeltstand zur Schilf-Glasflügelzikade und diverse Projekt-Präsentationen auf DLG-Feldtagen stark frequentiert

JKI-Experten aus 6 Instituten im Dialog mit Praxis und Beratung: Präsentationen zu aktueller Forschung treffen den Nerv des nationalen und internationalen Publikums.

Vom 16. bis 18. Juni 2026 fanden in Bernburg-Strenzfeld die DLG-Feldtage statt. Aus aktuellem Anlass und wegen des hohen regionalen Bezugs hatte sich das JKI im Vorfeld entschieden an seinem eigenen Zeltstand auf Gras die Forschung zur Bekämpfung der Schilf-Glasflügelzikade in Zuckerrübe, Kartoffeln und Gemüse zu thematisieren. Dieser Stand wurde federführend vom JKI-Institut für Pflanzenschutz in Ackerbau und Grünland organisiert und betreut. Neben diesem eigenen Stand war das JKI an drei weiteren Ständen, auf zwei Podiumsdiskussion und bei diversen Experten-Talks vertreten. Die ehemalige JKI-Masterandin Pauline Toffel wurde am Eröffnungstag mit dem Rimpau-Preis ausgezeichnet.

Rimpau-Preis für Masterarbeit zu Rapsschädling

Zur Eröffnung der Feldtage wurde der Rimpau-Preis für Nachwuchsforschende verliehen. Unter den Ausgezeichneten war auch Pauline Toffel, die ihre Masterarbeit zu Kontrolle und Schadpotenzial des Gefleckten Kohltriebrüsslers an Raps angefertigt hatte, in der JKI-Arbeitsgruppe von Dr. Meike Brandes. Der Nachwuchspreis würdigt innovative und praxisrelevante Bachelor- und Masterarbeiten im Bereich der Pflanzenproduktion. Die ehemalige Masterandin errang den 2. Preis, der mit 1.500 Euro dotiert ist. Sie forscht inzwischen im Drittmittel-Projekt RobustGemüse am JKI in Braunschweig.

https://www.dlg-feldtage.de/de/programm/wilhelm-rimpau-preis

Schilf-Glasflügelzikade im Fokus

Am JKI-Stand im Freigelände auf Gras stellte das Institut für Pflanzenschutz in Ackerbau und Grünland aktuelle Erkenntnisse zur Schilf-Glasflügelzikade vor. Im Fokus standen mögliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung und zur Verringerung wirtschaftlicher Schäden. Gemeinsam mit den Partnern der Modellregion Elbaue, dem Pflanzenschutzdienst Sachsen-Anhalt und der Beraterfirma Pfeifer&Langen stellte das JKI auf der DLG Plaza-Bühne das Set-Up ihres Monitorings und die zugehörigen Feldversuche, u.a. zum Nutzen der Schwarzbrache auf die Unterbrechung des Entwicklungszyklus des Vektorinsektes vor, welches einen bakteriellen Schaderreger-Komplex überträgt.

https://www.julius-kuehn.de/infothek/kuehn-konkret/schilf-glasfluegelzikade

https://www.julius-kuehn.de/aktuelles/aktuell/n/schilf-glasfluegelzikade-mit-praxisnahen-mitteln-bekaempfen

Projekt zur Rübenmotte im BLE-Innovationszelt

Das JKI-Institut für ökologische Chemie, Pflanzenanalytik und Vorratsschutz (ÖPV) präsentierten am Stand der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) Ergebnisse aus dem Projekt „RueMoRes“. Vorgestellt wurden Untersuchungen zur Biologie und zum Auftreten der Rübenmotte (Scrobipalpa ocellatella) sowie zur Resistenz verschiedener Beta-Rüben gegenüber dem Schadinsekt. Der zugehörige Vortrag auf der DLG Plaza Stage „Rübe trifft Motte: innovative Strategien für den Anbau“ rundete diese Präsentation ab. 

https://service.ble.de/ptdb/index2.php?detail_id=81709130&ssk=PTDB-alles&site_key=141&sLfd=laufend&stichw=RueMoRes&zeilenzahl_zaehler=2

Programm für Demonstrationsbetriebe Integrierter Pflanzenbau zum Zwischenfruchtanbau

Das Vorhaben „Demonstrationsbetriebe Integrierter Pflanzenbau in Ackerbaukulturen“ (MuD IPB-Ackerbau) das vom Kleinmachnower JKI-Institut für Strategien und Folgenabschätzung koordiniert wird, hatte am ersten Messetag ein Projektmeeting organisiert, bei dem sich beteiligten Praxisbetriebe untereinander sowie mit weiteren interessierten Betrieben, Praxis, Beratung und Forschung austauschten:

https://www.praxis-agrar.de/pflanzenbau/ackerbaustrategie/demonstrationsbetriebpflanzenbaue-integrierter-

Vom Land Sachsen-Anhalt geförderte DIP-Projekte mit JKI-Beteiligung

An der Fläche des Demonstrations- und Innovationsprojekts „Digitalisierung im Pflanzenbau“ (DIP) Sachsen-Anhalt wurden folgende Teilvorhaben vorgestellt, an denen das JKI beteiligt ist:

DiP-DiPisum: Durch digitale Innovation und modernste Züchtung Erbse zur nachhaltigen Proteinquelle der Zukunft machen (JKI-Institut für Resistenzforschung und Stresstoleranz). Der Vortrag „Gesunde Erbse, starke Ernte: Krankheitsresistenz als Schlüssel für heimische Proteinpflanzen. Vom Züchtungslabor bis zum Lebensmittel“ im Fachprogramm rundete diese Präsentation ab. https://www.dip-sachsen-anhalt.de/projekt/dip-dipisum/

DiP-OptiLamia: Digitale Innovation für traditionelle Heilpflanzen, konkret Optimierung von Thymian, Oregano, Majoran und Melisse durch modernste Züchtungsmethoden für eine nachhaltige Wertschöpfung (JKI-Institut für Züchtungsforschung an gartenbaulichen Kulturen). https://www.dip-sachsen-anhalt.de/projekt/dip-optilamia/

DiP-NA-WIR: Neue Arzneipflanzen für klimaresiliente Wertschöpfung druch Etablierung von Rosmarin, Salbei und chinesischer Buschnessel als zukunftsfähige Heilpflanzen für innovative Medizin und Kosmetik (JKI-Institut für Sicherheit biotechnologischer Verfahren bei Pflanzen). https://www.dip-sachsen-anhalt.de/projekt/dip-na-wir/

Themenfeld Nutzhanf

Das JKI-Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde gestaltete gemeinsam mit dem Nutzhanfnetzwerk das Programm „Hanf – Tradition mit Zukunft?“ inklusive Rundgang über die Versuchsflächen und Podiumsdiskussion auf der DLG Plaza Stage, bei der Chancen und Herausforderungen des Nutzhanfanbaus erörtert wurden.

Networking und Infos für Nachwuchsforschende

JKI-Zelt und auch die Projektstände waren an allen drei Tagen gut frequentiert: Neben diversen VIPs, darunter Leitungen von Schwesterbehörden im BMLEH-Ressort, von Züchterverbänden und Länderbehörden, besuchten viele Kooperationspartner die JKI-Präsentationen. Eine internationale Delegation aus der Ukraine, ein DLG-Ausschuss sowie diverse Studierende von Fachhochschulen und Universitäten. So informierte sich eine Internationaler Studiengang der Hochschule Anhalt über das Projekt „Soil4climate", beim dem es um die kleinräumige Erhebung relevanter Bodenkennwerte durch ein verfahrenstechnisch integriertes Bodensensorsystem und KI- basierte Datenauswertung als Basis für ein klimaresilientes, kleinräumigspezifisches Pflanzenbausystem geht (JKI-Institut für Strategien und Folgenabschätzung)

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