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Aus 440 Bewerbern ausgewählt: JKI als Aussteller bei Woche der Umwelt 2020

Kleingewässer (Soll) in der Agrarlandschaft, Beispiel einer Kleinstruktur © M. König/JKI

Die Kolleginnen und Kollegen vom JKI-Fachinstitut für ökologische Chemie, Pflanzenanalytik und Vorratsschutz und das JKI-Institut für Anwendungstechnik im Pflanzenschutz hatten sich um einen Ausstellerstandplatz bei der Woche der Umwelt 2020 in Berlin beworben. Beide Vorschläge wurden von einer Jury ausgewählt. Unter dem Titel „Nachhaltige Landwirtschaft - Innovativer Pflanzenbau von der Aussaat bis in die Vorratskammer“ wurden die zwei Vorschläge nun zusammengeführt und werden in einem gemeinsamen Zelt umgesetzt. Beide ursprünglichen JKI-Vorschläge wurden vorab aus 440 Mitbewerbern ausgewählt. Insgesamt werden 190 Ideen präsentiert. Und so werden sich auch die JKI-Institute am 9. und 10. Juni 2020 an sehr prominentem Ort, im Schlosspark Bellevue, dem Amtssitz von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, präsentieren.

Der amtierende Bundespräsident lädt in regelmäßigen Abständen in Kooperation mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) im Rahmen der Woche der Umwelt in seinen Berliner Amtssitz ein. In einer Pavillon-Meile erhalten Aussteller aus ganz Deutschland die Gelegenheit, innovative Projekte für die Vereinbarkeit von Umweltschutz und nachhaltiger Wirtschaft vorzustellen. Eine Ausstellung, diverse Diskussionsrunden, Fachforen und Interviews zu wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Chancen und Lösungen globaler Umweltfragen runden die Aktivitäten der Themenwoche ab, siehe dazu auch https://www.woche-der-umwelt.de/ sowie die offizielle Pressemitteilung der Veranstalter.

Am Berliner Fachinstitut werden sehr unterschiedliche Projekte bearbeitet, in denen die Artenvielwalt auf Agrarflächen untersucht wird, um z. B. Strategien für die Steigerung der Insektenbiodiversität zu entwickeln oder nicht-chemische, alternative Methoden des Pflanzen- und Vorratsschutz zu testen. Um diese Ansätze in ihrer Breite möglichst anschaulich zu machen, wird das Modell eines Agrarökosystems mit Kleingewässer, Randsteifen, Ackerfläche und Vorratslager in Tischcontainern nachgebaut. Entlang dieses optischen ansprechenden Gerüsts werden laufende Arbeiten vorgestellt. Eingegliedert wird u.a. das Projekt zur Entwicklung eines „Anti-Schneckenroboters“, eines autonomen agierenden Gerätes, welches die Schädlinge erkennen und mechanisch bekämpfen soll, im Gegensatz zur üblichen Bekämpfung mit Schneckenkorn. Zudem vorgestellt wird das MonViA-Teilprojekt zum Insektenschutz in Kleingewässern, das FInAL-Projekt zur Förderung von Insekten in Agrarlandschaften. Thematisiert werden die metabolische Phänotypisierung in der Resistenzzüchtung, Ackerblühstreifeneffekte, die akustische Früherkennung von Vorratsschädlingen und der Einsatz von Duftstofffallen. Mitmachaktionen wie die Probenahme im Gewässer, Insektenbestimmung, Demonstration von Eintragspfaden in Kleingewässer sollen den Besuchern den Zugang zu den Projektinhalten erleichtern.