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BMEL fördert Projekt zur Digitalisierung im Weinbau mit 3,7 Millionen Euro

Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner überreicht JKI-Präsident Ordon den Förderbescheid für das Experimentierfeld DigiVine. ©BMEL/Gaertner/Photohek;

Internationalen Grünen Woche überreichte Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner JKI-Präsident Ordon den Förderbescheid für das Experimentierfeld DigiVine.

Satellitenbilder, die die Nähstoffversorgung auf dem Acker zeigen, autonome Erntemaschinen und Roboter, die Schnecken bekämpfen – bei der Digitalisierung steht die Landwirtschaft an vorderster Front. Das gilt auch für den Weinbau. Unter dem Titel „Digitalisierung im Wertschöpfungsnetzwerk Weinbau: Von der Pflanzung bis zur Traubenanlieferung“ ergründet das Julius Kühn-Institut (JKI) zusammen mit Forschungspartnern das Potenzial der Digitalisierung in dieser traditionsreichen Branche. So sollen zum Beispiel künftig Arbeitsmaschinen wie Laubschneider oder Traubenvollernter mit Hilfe moderner Sensoren die genaue Position von Pflanzen erkennen und untereinander austauschen. Auf diese Weise ließe sich der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduzieren, weil sie gezielt nur noch genau dort ausgebracht werden könnten, wo sie benötigt werden.

Das Team von DigiVine ist interdisziplinär aufgestellt und umfasst neben Forschungsinstituten auch Betriebe der Trauben- und Weinerzeugung, Hersteller von Weinbaugerätetechnik und IT-Dienstleister. Ein Ziel des Projekts ist es, Forschungsergebnisse zügig in die Beratung und in die landwirtschaftliche Praxis zu transferieren. Es sollen passgenaue Dienstleistungen und Handlungsempfehlungen für Winzer entwickelt und die Arbeits- und Ressourceneffizienz erhöht werden. Zu diesem Zweck werden umfangreiche, heterogene Datenquellen über und aus dem Weinberg vernetzt, aus denen Algorithmen dann konkrete Handlungsempfehlungen für Winzer ableiten. In sogenannten leadfarms, Beispielbetrieben der verschiedenen Erzeugerstrukturen wie Weingüter, Winzergenossenschaften und Traubenproduzenten, sollen die erarbeiteten Anwendungen getestet werden.

DigiVine ist eines von 14 Experimentierfeldern, die das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in den kommenden drei Jahren mit ca. 50 Millionen Euro fördert. Den Förderbescheid über 3,7 Millionen Euro nahm JKI-Präsident Prof. Frank Ordon am 22. Januar auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin aus den Händen von Bundesministerin Julia Klöckner entgegen.

Forschungspartner des Projekts DigiVine


Hier geht es zur offiziellen Presseinformation des BMEL: https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/2020/019-experementierfelder2.html