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DGaaE zeichnet Prof. Klingauf mit Escherich-Medaille aus

(v.l.) Dr. Heidrun Vogt (JKI) und Dr. Jürgen Gross (DGaaE-Präsident) gratulieren Prof. Fred Klingauf zur Auszeichnung mit der Escherich-Medaille am 11.3.2019.© Katja Kramp/Senckenberginstitut (Müncheberg)

Die Deutsche Gesellschaft für allgemeine und angewandte Entomologie (DGaaE) hat auf ihrer diesjährigen Haupttagung an der Universität Halle den langjährigen Präsidenten der Biologischen Bundesanstalt in Braunschweig, der Vorgängerinstitution des Julius Kühn-Instituts (JKI), geehrt.

„Prof. Dr. Fred Klingauf erhält für seine herausragenden Verdienste auf dem Gebiet der Phytomedizin und namentlich der angewandten Entomologie“ die Karl Leopold Escherich-Medaille, begründete Laudatorin Dr. Heidrun Vogt die Entscheidung der Deutschen Gesellschaft für allgemeine und angewandte Entomologie (DGaaE). Dr. Vogt arbeitet als Entomologin am JKI-Fachinstitut für Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau in Dossenheim. Vogt hob in ihrer Laudatio Klingaufs Leistung „insbesondere bei der Ausgestaltung der gesetzlichen Grundlagen des integrierten Pflanzenschutzes und der stärkeren Berücksichtigung des Naturhaushaltes bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln“ hervor. Dr. Jürgen Groß vom JKI Dossenheim ist amtierender Vorsitzender der nationalen Fachgesellschaft der Insektenkundler und Arthropodenforscher. In dieser Funktion übereichte er am 11. März auf der DGaaE-Fachtagung die Medaille. Die Tagung findet bis 14. März 2019 im Melanchthonianum und Löwengebäude der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg statt.

Infos zum Preisträger
Nach seinem Studium der Landwirtschaft promovierte Klingauf 1966 an der Universität Bonn über „Abwehr- und Meidereaktionen von Blattläusen (Aphididae) bei Bedrohung durch Räuber und Parasiten“. Blattläuse waren auch das Thema seiner Habilitation. 1976 wurde Klingauf zum Professor ernannt und mit der Leitung der Abteilung Entomologie und Pflanzenschutz an der Uni Bonn betraut. 1980 übernahm er die Leitung des Instituts für biologische Schädlingsbekämpfung an der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) am Standort Darmstadt. Von 1988 bis zu seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst 2001 stand Klingauf dann der BBA als Präsident vor. In dieser Funktion navigierte er die Ressortforschungseinrichtung durch die Wendezeit und durch die Umstrukturierung im Rahmen der 1996 verabschiedeten Neuordnung der Ressortforschung im Geschäftsbereich des Landwirtschaftsministeriums.

Klingauf war von 1986 bis 1989 Vorsitzender der DGaaE, er war Vizepräsident der IOBC-WPRS, der Internationalen Organisation für Biologische und Integrierte Bekämpfung (1985-1989), Erster Vorsitzender der Deutschen Phytomedizinischen Gesellschaft (1987-1990), wo er noch heute als Ehrenvorsitzender im Vorstand tätig ist, und von 1991 bis 1999 Mitglied im Ständigen Ausschuss des International Congress of Plant Pathology (ICPP).

Info zur Escherich-Medaille
Die Karl Leopold Escherich-Medaille wird alle zwei Jahre von der DGaaE vergeben. Benannt ist sie nach dem deutschen Forstwissenschaftler und Zoologen Karl Leopold Escherich, der 1913 die Deutsche Gesellschaft für angewandte Entomologie (eine der Vorläufergesellschaften der DGaaE) gegründet hat. Mit der Medaille zeichnet die DGaaE meist die Gesamtleistung eines Forschers aus oder ggf. eine hervorragende wissenschaftliche Einzelarbeit auf dem Gebiet der angewandten Entomologie.