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ENVISAGE-Projekt zur Kontrolle invasiver Neophyten auf Agrarflächen beendet

Impression vom Abschluss-Treffen des ENVISAGE-Projektpartner in Bernburg © A. Verschwele/JKI

Die Kooperationspartner des ENVISAGE-Projekts trafen sich am 22.11.2019 in Bernburg in der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt zum Abschlussworkshop. Das Projekt "ENVISAGE - Erfassung und Management invasiver Neophyten auf landwirtschaftlichen Nutzflächen zur Sicherung der landwirtschaftlichen Produktionsbedingungen" war im Frühjahr 2016 gestartet, mit dem Ziel, das Vorkommen ausgewählter invasiver Unkrautarten zu erfassen und Bekämpfungsstrategien zu entwickeln (siehe dazu Zielvorgaben in Projekt-Faltblatt, pdf zum Download nachstehend). Die Wissenschaftliche Begleitung des Projektes lag beim Julius Kühn-Institut in Braunschweig, in den Händen von Dr. Arnd Verschwele und Dr. Ulrike Sölter, beide vom Institut für Pflanzenschutz in Ackerbau und Grünland.

Der Eschen-Ahorn, die Samtpappel, der Riesenbärenklau, die Ölweide, der Stechapfel, die Erdmandel, das Orientalische Zackenschötchen, bestimmte Staudenknöteriche und die Kugeldistel haben eines gemeinsam, sie alle sind Neophyten, also gebietsfremde Arten, die nach Deutschland eingeschleppt wurden und ein hohes invasives Potenzial haben. Das heißt, wo sie sich ansiedeln vermehren sie sich drastisch, dominieren rasch die Biotope und verdrängen heimische Arten. Auch aufgrund des Klimawandels bedrohen invasive Neophyten zunehmend die Produktivität landwirtschaftlich genutzter Flächen. Ihre Bekämpfung gestaltet sich schwierig.

Im Projekt ENVISAGE wurden daher für neun ausgewählte, landwirtschaftlich relevante invasive Neophyten integrierte Verfahren zur ihrer Regulierung auf Ackerflächen und im Grünland erarbeitet, getestet und abschließend in Handlungsempfehlungen zusammengefasst. Im Verlauf des Projektes informierten die Kooperationspartner u.a. auf den DLG-Feldtagen über ihre Arbeit. Auf dem Abschluss-Workshop wurden die Ergebnisse des ENVISAGE-Projektes allen interessierten Akteuren vorgestellt. Das Projekt wurde im Zeitraum vom 13.05.2016-30.11.2019 durchgeführt und aus Mitteln der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert. Die Ergebnisse u.a. in Form einer Karte, in der das Vorkommen der Pflanzenarten markiert ist, sowie die Handlungsempfehlungen finden sich transparent auf der Projektwebseite http://neophyten-in-der-landwirtschaft.de/