Springe direkt zu:
Service Navigation

Aktuell

Ewald Schnug in den Ruhestand verabschiedet - nach 28 Jahren in der Ressortforschung

Ewald Schnug bei seiner Ernennung zum Ehrenpräsidenten des CIEC am 5.9.2019 © S. Sobotta

Der Leiter des JKI-Fachinstituts für Pflanzenbau und Bodenkunde, Prof. Dr. Dr. habil. Dr. h.c. Ewald Schnug geht Ende Mai 2020 in den Ruhestand. Am 27.05.2020 überreichte JKI-Präsident Prof. Dr. Frank Ordon dem renommierten Agrarwissenschaftler und Hochschullehrer die offizielle Urkunde, die von der obersten Dienstherrin, Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner unterzeichnet ist. Professor Schnug blickt auf 28 Dienstjahre für die Ressortforschung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zurück. Bevor er 2008 gemeinsam mit Prof. Dr. Jörg-Michael Greef die Leitung des Fachinstituts für Pflanzenbau und Bodenkunde am neu gegründeten Julius Kühn-Institut, dem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen übernahm, leitete er das Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde der ehemaligen Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL).

Prof. Schnug gilt unter Kollegen als hochgradig vernetzter und äußerst umtriebiger Wissenschaftler. Zu den bevorzugt beforschten Themen gehörten Fragen zur Düngung, wie etwa die Schwefelernährung, Phosphoraufnahme, Uranbelastung von Böden sowie spezielle auch zur Precision Agriculture. Weit über 1.000 Beiträge in wissenschaftlichen Fachzeitschriften, Büchern sowie Tagungsbänden sind während der Zeit vom Institut publiziert worden.

Unter seiner Federführung organisierte das Institut 31 Fachtagungen in 16 Ländern außerhalb Deutschlands und 28 Tagungen im eigenen Land. Fast 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt weilten zu Gastaufenthalten am Institut.

Auch als Hochschullehrer und Doktorvater blickt Schnug auf eine stattliche Bilanz zurück: 66 Promotionen, davon 48 an der Technischen Universität Braunschweig und 4 Habilitationen wurden in den 28 Jahren unter seiner Betreuung abgeschlossen. Ein großer Teil seiner Ehemaligen arbeitet heute selbst erfolgreich in Forschung und Lehre.

Während seiner Dienstzeit wurden Ewald Schnug diverse Ehrungen zuteil. So wurde er 2008 zum Ehrendoktor der Rumänischen Akademie der Land- und Forstwissenschaften ernannt, bekam 2016 zwei Gastprofessuren in China übertragen, übernahm 2010 die Präsidentschaft des Internationalen Wissenschaftlichen Zentrums für Düngung (CIEC) und wurde 2020 von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften mit deren höchstem Preis für Internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit geehrt.

Biografische Eckdaten

  • geboren 1954 in Hachenburg (Westerwald)
  • Besuch der katholischen Volksschule in Altenkirchen
  • 1974 Abitur am Westerwald-Gymnasium in Altenkirchen
  • Studium an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU)
  • 1978 Diplom in der Fachrichtung Pflanzenproduktion
  • 1982 Promotion zum Dr. sc. agr. (CAU Kiel/Landwirtschaftliche Fakultät)
  • 1989 Habilitation (CAU Kiel/Landwirtschaftliche Fakultät)
  • 1992 Erhalt des Titels Dr. rer. nat. habil. (Technischen Universität Carolo Wilhelmina zu Braunschweig/ Naturwissenschaftliche Fakultät)
  • 1979 bis 1992 Wissenschaftler am Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde der CAU Kiel (bis 1983 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter; bis 1989 als Hochschulassistent; bis 1992 als Junior-Professor)
  • 1982 und 1990 Dozent an der Fachhochschule für Landwirtschaft in Rendsburg, Fachrichtung angewandte Chemie
  • 1984 Gründung des Instituts für landwirtschaftliche und landökologische Innovationen und Technologien (ILLIT) GmbH in Kiel (bis 1994 Gesellschafter und Direktor R & D, CEO des ILLIT)
  • zwischen 1990 und 1992 Stipendiat der Heisenberg-Stiftung mit Lehr- und Forschungsaufenthalten in Newcastle upon Tyne und Aberdeen.
  • 1992-2008 Leiter des Instituts für Pflanzenernährung und Bodenkunde der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft in Braunschweig (FAL)
  • seit 2008 Leiter des Fachinstituts für Pflanzenbau und Bodenkunde des Julius Kühn-Instituts am Standort Braunschweig (Bundesallee).
  • seit 1996 Mitglied und Gremienarbeit im 1933 in Rom gegründeten Internationalen wissenschaftlichen Zentrum für Dünger und Düngung (CIEC), von Juni 1996 bis September 2010 als Vize-Präsident für Forschung und strategische Planung, von 2010 bis 2019 erster deutscher Präsident der Fachgesellschaft und seit September 2019 zweiter Ehrenpräsident des CIEC

Wissenschaftliche Ehrungen/Auszeichnungen

  • 1982: Fakultätspreis der landwirtschaftlichen Fakultät der Christian- Albrechts-Universität zu Kiel
  • 1990: Stipendiat der Werner-Heisenberg-Stiftung
  • 2008: Ehrendoktorwürde der Rumänischen Akademie für Land- und Forstwissenschaften "Gheorghe Ionescu-Şişeşti"
  • 2016: Ernennung zum Gastprofessor der "China Stabilized Fertilizer Technology Innovation Strategic Alliance“ in Shenyang, China
  • 2016: Ernennung zum Gastprofessor am "Institute of Applied Ecology der Chinese Academy of Sciences“ in Shenyang, China
  • 2019: Ernennung zum 2. Ehrenpräsidenten des CIEC (Internationales wissenschaftliches Zentrum für Düngung, Shenyang, China)"
  • 2020: Preis für Internationale Wissenschaftliche Zusammenarbeit der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS)