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JKI und Brasilianische Universität der Amazonasregion unterzeichnen gemeinsame Absichtserklärung

v.l. Dr. Cleinaldo de Almeida Costa (Universität der Amazonasregion) und JKI-Präsident Frank Ordon bei der Unterzeichnung der gemeinsamen Absichtserklärung am 13.9.2019 in Potsdam © Marthe/JKI

Am vergangenen Freitag (13.09.2019) unterzeichneten der Kanzler der Universidade do Estado do Amazonas (UEA) Dr. Cleinaldo de Almeida Costa und JKI-Präsident Prof. Dr. Frank Ordon eine gemeinsame Absichtserklärung. Dieser so genannten Joint Declaration of Intent zwischen der im brasilianischen Manaus angesiedelten Universität und dem deutschen Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen war im Mai 2019 ein vielversprechender deutsch-brasilianischer Workshop zu Medizinalpflanzen vorausgegangen. Die gemeinsame Absichtserklärung ist nun die Basis, um die weitere Zusammenarbeit zwischen den beiden Einrichtungen zu organisieren.

Da Dr. Costa zusammen mit anderen Rektoren brasilianischer Universitäten im Rahmen einer DAAD-geführten Rundreise Station in diversen deutschen Universitätsstädten macht, wurde das Papier in Potsdam unterzeichnet. Das Abkommen erfährt durch den Gouverneur des Staates Amazonas eine starke Unterstützung. Die Inhalte der geplanten Zusammenarbeit konzentrieren sich zunächst auf das Gebiet der Medizinal- und Aromapflanzen, sollen dann ggf. auf andere Gebiete der Bioökonomie ausgeweitet werden. Die Vertragspartner JKI und UEA wollen durch ihre Kooperation die Kooperation zwischen Deutschland und Brasilien auf dem Agrarsektor insgesamt stärken. Das JKI hofft mit seiner Expertise auf dem Gebiet der Arznei- und Gewürzpflanzen zur nachhaltigen Nutzung hochwertiger Medizinal- und Aromapflanzen im Amazonasgebiet beizutragen. Von brasilianischer Seite wird gewünscht, dass die Kleinbauern des Amazonasgebietes unterstützt werden, etwa indem Strategien für die nachhaltige Entnahme entsprechender Heilpflanzen entwickelt werden, ausgewählte Pflanzen in den Anbau genommen werden, um zu vermeiden, dass Raubbau in den natürlichen Habitaten stattfindet und Verfahren der Nachernte-Prozessierung etabliert werden. Ziel ist die Vermarktunghochwertiger Pflanzen und Pflanzenprodukte durch die Kleinbauern.

Zwei Fachinstitute des JKI sind hier besonders gefragt, das Institut für Züchtungsforschung an gartenbaulichen Kulturen und das Institut für Ökologische Chemie, Pflanzenanalytik und Vorratsschutz.

Auf der Agenda stehen

  • die Identifizierung des Potenzials bestimmter Pflanzen für die Nutzung als Medizinal- oder Aromapflanze
  • die Bestimmung der Inhaltsstoffe, die eine Pflanze als Medizinal- oder Aromapflanze attraktiv machen
  • wie Medizinal- bzw. Aromapflanzen nachhaltig genutzt bzw. produziert werden können.