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Liveschalte am 3.5. zu JKI-Forschung an virusresistentem Spargel in ARD-Sendung „Live nach 9“

Dr. Thomas Nothnagel (JKI) erläutert WDR Moderator Sebastian Auer Auswirkungen des Virusbefalls © S. Hahn/JKI

Am Freitag (3. Mai 2019) weilte ab 7 Uhr ein fünfköpfiges Fernsehteam am JKI-Hauptsitz in Quedlinburg. Der WDR hatte einen Ü-Wagen und Moderator entsendet, der in einer so genannten Live-Schaltung über die Züchtungsforschung an Spargel berichtete. Einen eher wissenschaftsbetonten Fokus hatte sich der Moderator Sebastian Auer für seinen Beitrag zum Start der Spargelsaison ausgedacht. Die JKI-Wissenschaftler waren auf der Suche nach den Ursachen für das so genannte Spargel-Decline-Syndrome, einer schleichenden Krankheit, bei dem die Spargelanlagen schon nach wenigen Jahren Ertragsverluste aufweisen und neu aufgepflanzt werden müssen. Bei ihrer Suche stießen sie auf eine Viruskrankheit, denen alle bisher auf dem Markt existierenden Spargel-Sorten nichts entgegensetzen können. Die Untersuchung diverser Arten von wildem Spargel ergab, dass die „wilden Vorfahren“ unserer gezüchteten Sorten sich gut gegen das Virus wehren können. Nun gilt es, diese Virus-Resistenz, die auch genetisch verankert ist, mittels klassischer Züchtung in den Kulturspargel einzukreuzen. Die so am JKI entstehenden Zuchtlinien können dann von Profi-Züchtern zu neuen Spargelsorten weitergezüchtet werden. Diese neuen widerstandsfähigen Sorten bringen dann den Spargelanbauern hoffentlich wieder die erhofften Erträge und dem Konsumenten ein hochwertiges Gemüse in gewohnter geschmacklicher Qualität. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, denn klassische Züchtung erfordert viele Rückkreuzungsschritte und diese brauchen Zeit.

Link zur ARD-Mediathek:  Beitrag "Spargel der Zukunft" in der Sendung "Live nach neun" vom 03.05.2019