Springe direkt zu:
Service Navigation

Aktuell

Quarantäneschadorganismen setzten sich im Foyer des JKI in Braunschweig fest

Zur Feier der Enthüllung zweier Modelle von Quarantäneschadorganismen am JKI in Braunschweig überreicht JKI-Präsident Frank Ordon dem Leiter des Fachinstituts für nationale und internationale Angelegenheiten der Pflanzengesundheit, Dr. Bernhard Schäfer, ei
Zur Feier der Enthüllung zweier Modelle von Quarantäneschadorganismen am JKI in Braunschweig überreicht JKI-Präsident Frank Ordon dem Leiter des Fachinstituts für nationale und internationale Angelegenheiten der Pflanzengesundheit, Dr. Bernhard Schäfer, eine Flasche hauseigenen Sekt. © Johannes Kaufmann/JKI
JKI-Präsident Prof. Frank Ordon (links) "tauft" das Modell eines Japankäfers im Foyer des JKI in Braunschweig auf den Namen Penelope. ©Johannes Kaufmann/JKI
Modelle der Quarantäneschadorganismen Japankäfer Popillia japonica (links) und Rundköpfiger Apfelbaumbohrer Saperda candida im Foyer des JKI in Braunschweig. ©Johannes Kaufmann/JKI

Käferbekämpfung mit Sekt? Glücklicherweise hat die kleine Sektdusche den beiden Käfern, die kürzlich im Foyer des Julius Kühn-Instituts (JKI) in Braunschweig feierlich enthüllt wurden, keinen Schaden zugefügt. JKI-Präsident Prof. Frank Ordon taufte die beeindruckenden Modelle auf die Namen Penelope und Hugo. „Hier im Foyer können sie nun von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und hoffentlich bald auch von Gästen des JKI bewundert werden“, sagte Prof. Ordon in einer kurzen Ansprache.

Das JKI-Fachinstitut für nationale und internationale Angelegenheiten der Pflanzengesundheit hatte die Käfer bei einem Künstler in Lettland in Auftrag gegeben. Sie sollen im bis Ende Juni 2021 verlängerten Internationalen Jahr der Pflanzengesundheit auf das Problem der Einschleppung gefährlicher Schadorganismen über den internationalen Handel aufmerksam machen.

Bei den Käfern handelt es sich um große Modelle des Rundköpfigen Apfelbaumbohrers Saperda candida (Hugo) und des Japankäfers Popillia japonica (Penelope). Beide sind in Europa nicht heimisch, drohen aber u.a. über den Handel eingeschleppt zu werden und sich hier festzusetzen. Um dies zu verhindern, wurden sie als Quarantäneschadorganismen eingestuft.

Der Japankäfer wurde 1959 nach Einschleppung über den Frankfurter Flughafen schon einmal erfolgreich getilgt. Vor wenigen Jahren wurden einzelne Exemplare in Süddeutschland und bei Paderborn gesichtet. In Norditalien und in der Schweiz ist der Käfer bereits fest etabliert. Aufgrund des breiten Angebots an Wirtspflanzen, er befällt rund 300 verschiedene Gehölze sowie Weinreben, Gemüse und Rasenflächen, kann der Japankäfer erhebliche Schäden anrichten.

Der Rundköpfige Apfelbaumbohrer ist erstmals 2008 auf der Insel Fehmarn entdeckt worden. 2020 wurde dort zuletzt eine Larve gefunden, so dass Hoffnung besteht, dass er erfolgreich getilgt werden konnte. Der Käfer befällt selbst gesunde Bäume, vor allem Obstgehölze, aber auch Weißdorn und Eberesche.

Infobroschüren zu den beiden Quarantäneschädlingen können hier (https://www.julius-kuehn.de/media/Veroeffentlichungen/Flyer/Japankaefer.pdf) und hier (https://www.julius-kuehn.de/media/Veroeffentlichungen/Flyer/Apfelbaumbohrer.pdf) heruntergeladen werden.