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SPISE Technical Working Groups - Treffen in Malmö/Schweden

Teilnehmer des 8. Treffens der SPISE-Technical Working Groups (Foto: C. Lindberg, Schweden)

Umsetzung der Pflichtkontrolle für Pflanzenschutzgeräte in Europa

SPISE steht für Standardized Procedure for Inspection of Sprayers in Europe. Mit der Veröffentlichung der Richtlinie 2009/128/EG sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, eine turnusmäßige technische Überprüfung für Pflanzenschutzgeräte einzuführen. Auch müssen sie sicherstellen, dass alle beruflich eingesetzten Pflanzenschutzgeräte bis Ende 2016 mindestens einmal überprüft wurden. In der Richtlinie sind jedoch nur die wesentlichen Eckpunkte festgelegt. Die Ausgestaltung der Verfahrensabläufe ist den Mitgliedstaaten überlassen.

Auf Initiative des Julius Kühn-Instituts (bzw. der BBA) wurden seit 2004 in sechs SPISE Workshops Erfahrungen zwischen den Mitgliedsstaaten ausgetauscht. Zusätzlich diskutieren verschiedene technische Arbeitsgruppen, wie die sehr allgemeinen Formulierungen der EU-Richtlinie in der Praxis umgesetzt werden sollten. Ziel ist eine weitgehend harmonisierte Pflichtkontrolle in Europa, damit eine gegenseitige Anerkennung in den Mitgliedstaaten möglich ist.

Vom 14. bis 15. Dezember 2016 fand in Malmö (Schweden) das 8. Treffen der technischen Arbeitsgruppen statt, an dem Dr. Jens-Karl Wegener und Hans-Joachim Wehmann (JKI-Institut für Anwendungstechnik im Pflanzenschutz) als Experten teilnahmen. Teilnehmer aus Belgien, Deutschland, Italien, Niederlande, Norwegen, Schweden und Spanien erarbeiteten unter der derzeitigen Leitung von Prof. Paolo Balsari/Universität Turin Empfehlungen (SPISE Advices). Diese Dokumente sollen künftig auch für weitere Themen und in verschiedenen Sprachen vorliegen. Sie stellen technische Anweisungen bereit und beschreiben Verfahren, die im Rahmen der Kontrolle oder Kalibrierung freiwillig angenommen werden können. http://spise.julius-kuehn.de