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Unbemannte Luftfahrzeuge im Pflanzenschutz – was ist möglich?

UAV-Fachgespräch JKI Februar 2017 - Präsentation Geräte

Werden in Deutschland in Zukunft Pflanzenschutzmitteln in Ausnahmesituationen (Steillagenweinbau und Wald) mit unbemannten Luftfahrzeugen (unmanned aerial vehicle – UAV) ausgebracht? Und wenn ja, welche Anforderungen an Technik, Steuerung, Sensoren, Gesetzgebung sowie Zulassung der Mittel müssen dafür erfüllt werden? Und welche Anwendungsbestimmungen sind zu erlassen?

Viele spannende Fragen, die am 02. und 03. Februar 2017 im Julius Kühn-Institut in Braunschweig Thema eines Fachgesprächs waren. Über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Bundes- und Landesbehörden, Herstellerfirmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen diskutierten intensiv den möglichen Einsatz der neuen Technik im Pflanzenschutz.

Auch andere Länder setzen im Rahmen von Forschungsprojekten (z. B. USA) bereits UAV ein. In China ist diese Applikationstechnik bereits ein genutzter Standard. In den Diskussionen konnten die Experten des Fachgesprächs auf einen Teil der Fragen Antworten finden. Im Hinblick auf die rechtliche Situation ("Pflanzenschutzrecht trifft auf Luftfahrtrecht"), aber auch hinsichtlich technischer und die Risikobewertung betreffenden Aspekte blieben wesentliche Fragen offen. Damit ein zukünftiger Einsatz von UAV im Pflanzenschutz in Deutschland grundsätzlich denkbar wird, müssen dafür Lösungen bzw. muss eine Klärung erfolgen.

Als Ergebnis des Fachgesprächs definierten die Fachleute den künftig erforderlichen Forschungsbedarf und bestimmten die weiteren noch zu klärenden Aspekte.

Ein Highlight der Veranstaltung war eine Ausstellung der marktverfügbaren Technik in der Prüfhalle des JKI-Fachinstituts für Anwendungstechnik im Pflanzenschutz. Hier konnten sich alle Teilnehmenden ein Bild von den im Detail sehr unterschiedlichen Gerätekonzepten machen und mit den Herstellern ins direkte Gespräch kommen.