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Uruguayischer Landwirtschaftsminister besucht das JKI während seines Deutschlandaufenthaltes

JKI-Vorratsschutzexperte Dr. Cornel Adler (r.) informiert Uruguays Agrarminister Enzo Benech (l.) über insektendichte Verpackungen ©JKI

Bei seinem aktuellen Aufenthalt in Deutschland besucht der Minister für Viehzucht, Landwirtschaft und Fischerei (MGAP) der Republik östlich des Uruguay, Herr Enzo Benech, auch mehrere Ressortforschungseinrichtungen des Landwirtschaftsministeriums. Am 13.3. machte er Station am Julius Kühn-Institut in Berlin-Dahlem. Hier traf er sich begleitet von hochrangigen Vertretern der Urugayischen Botschaft mit dem Präsidenten des JKI Prof. Dr. Frank Ordon zu Sondierungsgesprächen.

JKI-Präsident Ordon informierte die Delegation über bereits laufende gemeinsame Aktivitäten des JKI mit dem Nationalen Agrarforschungsinstitut in Uruguay, dem INIA, zum Thema Bodengesundheit und Bodenmikrobiom und zur züchterischen Verbesserung des Nährwerts von Soja. Im Rahmen beider Projekte finden regelmäßige wechselseitige Besuche statt bzw. weilen Austauschwissenschaftler an der jeweiligen Partnereinrichtung. Von beiden Seiten wird eine Vertiefung und Ausweitung der Forschungskooperationen angestrebt. Die politischen Weichen dazu sollen in Form einer „Gemeinsamen Absichtserklärung zur bilateralen Kooperation“ zwischen den Landwirtschaftsministerien beider Länder gestellt werden.

Bei einem Rundgang durch die JKI-Labore in Berlin-Dahlem wurden schlaglichtartig Forschungsarbeiten zum Bienenschutz und zum Vorratsschutz vorgestellt. So erläuterte Dr. Gabriela Bischoff vom JKI-Fachinstitut für Bienenschutz, wie sie mit Hilfe massenspektrometrischer Methoden Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und Bioziden in Bienenproben nachweist. Die chemische Analytik ist Teil der gesetzlichen Aufgabe des JKI als „Nationale Untersuchungsstelle für Bienenvergiftungen“.

Aus seinem Forschungsbereich Vorratsschutz präsentierte Dr. Cornel Adler ein Projekt zur akustischen Früherkennung von Schadinsekten in Getreidelagern, bei dem eine biologische Bekämpfung der Vorratsschädlinge mit nützlichen Gegenspielern angestrebt wird. Auf diesem Gebiet verfügt das JKI über große Expertise. Außerdem zeigte er auf, wie abhängig vom gelagerten Produkt eine klug gewählte Verpackung die Vorräte schützt.

Am 20. März wird die Delegation des Urugayischen Agrarministers vormittags am JKI in Braunschweig erwartet, um weitere gemeinsame Forschungsthemen zu definieren und Kooperationsmöglichkeiten auszuloten. Am 21. März endet der Deutschlandaufenthalt des Agrarministers der Republik östlich des Uruguay.