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Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Institutsleitung
Prof. Dr. Jens Karl Wegener

Adresse
Messeweg 11/12
38104 Braunschweig

Sekretariat
Dorothee Hauer
Tel: 0531 299-3651
Fax: 0531 299-3012
at@  julius-kuehn.  de

Alternative Pflanzenschutzverfahren

Alternative (nicht chemische) Pflanzenschutzmaßnahmen bedeuten Pflanzenschutz ohne die mit dem Einsatz von chemischen Mitteln verbundenen potentiellen Gefahren. In manchen Anwendungsbereichen ist der Einsatz von chemischen Mitteln bereits generell untersagt. Heute übliche Alternativen stellen thermisch oder mechanisch wirkende Geräte dar. Diese sind im Einsatz jedoch erheblich arbeits- und kostenintensiver als der chemische Pflanzenschutz. Derzeitige Bestrebungen liegen hier bei der Optimierung dieser Geräte und Verfahren sowie der Suche nach weiteren Alternativen.

Auf Grund arbeitswirtschaftlicher Vorteile kam es in der Vergangenheit zu einer starken Ausweitung des Einsatzes chemischer Pflanzenschutzmittel. Das gilt speziell im Bereich der Anwendung von Herbiziden zur Unkrautbekämpfung. Dies führt bereits zunehmend zu Resistenzen bei den Unkräutern gegenüber den hier eingesetzten Wirkstoffen. Überdies gilt im Sinne des Nationalen Aktionsplans für eine nachhaltige Anwendung von Pflanzenschutzmittel (NAP), das Gefährdungspotenzial für Anwender, Konsumenten und die Umwelt weiter zu minimieren.

Die Abwägung zwischen dem Nutzen und dem Risiko des chemischen Pflanzenschutzes führte z. B. im Anwendungsbereich „Wege und Plätze“ in einigen Bundesländern dazu, dass ihr Einsatz dort generell verboten wurde. Andere Bereiche - wie die Ökolandwirtschaft – verzichten auf den Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel. Daher sind in vielen Bereichen alternative Techniken und Konzepte gefragt.

Allerdings erzielen alternative Pflanzenschutzverfahren bisher geringere Wirkungsgrade und verursachen weitaus höhere Arbeitskosten. Am Institut arbeiten wir an der Optimierung solcher Verfahren.