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Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut
für Kulturpflanzen

Institutsleitung
Dr. Jens Pistorius 

Adresse
Messeweg 11/12
38104 Braunschweig

Sekretärin
Kerstin Geißler
Tel: 0531 299-4201
Fax: 0531 299-3028
bs@  julius-kuehn.  de

Adresse
Königin-Luise-Straße 19
14195 Berlin

Veröffentlichung

Das Institut für Bienenschutz ist das jüngste Institut des JKI. Es wurde im April 2016 gegründet. Mit der Gründung des Instituts werden die bisherigen Aufgaben des JKI im Bereich Bienenschutz verstärkt und thematisch ausgebaut. Dazu gehört die Risikobewertung der Bienengefährlichkeit von Pflanzenschutzmitteln, die Untersuchung von Bienenvergiftungen und die Forschung zum Bienenschutz. Honigbienen und Wildbienen sind aufgrund ihrer Bestäubungsleistung an Kultur- und Wildpflanzen für die Landwirtschaft und die Natur essentiell. Ihr Schutz ist daher von besonderer gesellschaftlicher Bedeutung.

Bienen gilt es zu schützen, ihre Vitalität und somit Ihre Bestäubungsleistung zu sichern. Dazu erforscht, prüft und bewertet das Institut, wie und in welchem Ausmaß Pflanzenschutzmittel, aber auch andere Faktoren Bienen schädigen und wie diese minimiert werden können. Zusätzlich sollen künftig weitere Aspekte stärker in den Fokus rücken: Welche Faktoren wirken sich positiv auf die Gesundheit und Widerstandsfähigkeit von Honigbienen und Wildbienen aus? Mit welchen strukturellen Maßnahmen kann der Mensch konkret ihre Lebens- und Ernährungsgrundlagen in der konventionellen und ökologischen Landwirtschaft und im städtischen Bereich verbessern?

Das Institut entwickelt und optimiert biologische, chemisch-analytische, technische und molekularbiologische Methoden. Damit können die Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln und Bioziden auf Honigbienen und Wildbienen besser erfasst und bewertet werden. Es erforscht und überprüft die Eignung, aber auch die Praxisnähe von Modellen, mit denen einzelne oder zusammenwirkende positive wie negative Faktoren in der Umwelt auf die Entwicklung und Leistungsfähigkeit Bienen auf Landschaftsebene prognostiziert werden können. Die aus den experimentellen Arbeiten gewonnenen Erkenntnisse dienen dazu, Faktoren besser aufzuklären, die Ursache für Bienenschäden sein können.

Die angewendeten Prüf- und Bewertungsmethoden der Risikobewertung müssen immer wieder an den Stand von Wissenschaft und Technik angepasst, verbessert und weiterentwickelt werden. Neue Methoden kommen hinzu. Die Regelungen, die im Bereich Pflanzenschutz und Bienenschutz bestehen, sind seit Jahren in der Europäischen Union angeglichen (harmonisiert). Das Institut arbeitet mit an der Harmonisierung der Bewertungsmaßstäbe im Bereich Bienenschutz innerhalb der Europäischen Union sowie bei der Etablierung international abgestimmter neuer Prüfmethoden.

Mit dieser Expertise berät das Institut die Bundesregierung sowie nationale und internationale Behörden und Gremien. Innerhalb des Instituts wird bei vielen Themen fachübergreifend zusammengearbeitet. Neben der Vernetzung mit anderen JKI-Instituten steht das Institut mit nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen und Behörden in engem Kontakt und engagiert sich in den relevanten Fachgremien, wie z. B. der Arbeitsgemeinschaft der Institute für Bienenforschung, der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA), Gremien zur Weiterentwicklung von Prüfmethoden (ICPPR) und zur Gestaltung von Richtlinien (z. B. EPPO, OECD).

Infobox