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Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut
für Kulturpflanzen

Institutsleitung
Dr. Jens Pistorius 

Adresse
Messeweg 11/12
38104 Braunschweig

Sekretärin
Kerstin Geißler
Tel: 0531 299-4201
Fax: 0531 299-3028
bs@  julius-kuehn.  de

Adresse
Königin-Luise-Straße 19
14195 Berlin

Veröffentlichung

Forschung zum Bienenschutz

Die Schwerpunkte der Forschungen am Institut liegen bei Themen aus dem Bereich der Ökotoxikologie sowie der Ökologie von Honig- und Wildbienen. Das Institut untersucht mögliche Risiken für Bienen; dazu gehören Forschungen, die produktübergreifend und generisch sind, so beispielsweise, welche Risiken durch die Beizstaubabdrift und Guttation bei Saatgutbehandlungen mit systemischen Insektiziden oder Blütenspritzungen mit Tankmischungen verschiedener Pflanzenschutzmittel entstehen.

Das Institut arbeitet darüber hinaus intensiv daran, neue Prüf- und Bewertungsmethoden zu entwickeln und bestehende zu verbessern. Ein wichtiger Aspekt ist dabei deren Umsetzung in international gültige Richtlinien für Bienenprüfungen.

Schwerpunkt der ökotoxikologischen Forschungen sind Fragestellungen, die sich aus der Risikobewertung oder der Untersuchung von Bienenschäden mit Verdacht auf Vergiftung durch Pflanzenschutzmittel ableiten, wie beispielsweise:

  • Vergleichende Untersuchungen zu den Auswirkungen von mit neonikotinoiden Wirkstoffen gebeiztem Saatgut über systemische Wirkstoffrückstände in Nektar und Pollen von Raps auf Honigbienen, Hummeln und Wildbienen
  • Rückstände von Wirkstoffen in Nektar, Pollen und in durch Pflanzenschutzmittel vergifteten Bienen sowie Abbau der Wirkstoffe
  • Guttation und Honigbienen
  • Abrieb und Abdrift von Insektiziden Stäuben bei der Aussaat von gebeiztem Saatgut verschiedener Kulturpflanzen
  • Modellversuche und Vorlaufforschung zu rückstandsanalytischen Fragen, wie z. B. die Stabilität ausgewählter Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe in bzw. auf toten Bienen und behandelten Pflanzen sowie der Aufbau und die Pflege von Massenspektroskopie-Bibliotheken und Ergebnis-Datenbanken (LC/MS/MS, GC/MS und GC/MS/MS).

Als neues, sich im Aufbau befindliches agrarökologisches Aufgabengebiet wird das Institut für Bienenschutz untersuchen, wie sich die Gestaltung von Agrarlandschaften, aber auch des städtischen Raums auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Bienen auswirkt. Es wird erforscht, welche Maßnahmen sich auf welche Weise auf Honigbienen und Wildbienenarten oder die Bestäubervielfalt insgesamt auswirken, z. B. die Anlage vernetzter Flächen mit naturnaher Vegetation oder Blühmischungen. Die Arbeiten dienen dazu, kulturspezifische Maßnahmen zur Verbesserung des Bienenschutzes für Bienen in landwirtschaftlichen-, gartenbaulichen- und forstlichen Kulturen zu identifizieren. Sie sollen die Grundlage dafür bilden, dass künftige Förderungsmaßnahmen für geeignete, als Futter- und Nistplätze nutzbare Habitate optimal ausgestaltet werden können.