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Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Institutsleitung 
apl. Prof. Dr. Johannes Hallmann

Adresse
Messeweg 11/12
38104 Braunschweig

Sekretariat
Martina Ernst | Andrea Haberle-Kappei
Tel: 03946 47-6101
Fax: 03946 47-6106
Mail:ep@  julius-kuehn.  de

- Außenstelle Münster -
Toppheideweg 88
48161 Münster
Tel: +49 (0)251 87106-45
Kontaktperson:
jens.jacob@  julius-kuehn.  de

Veröffentlichung
Institutsflyer
Broschüre

Nagetierforschung

Nagetiere sind wichtige Bestandteile vieler Agro-Ökosysteme und im urbanen Raum. Wir untersuchen die Ökologie, Verbreitung und die funktionale Bedeutung von Nagetieren im Pflanzenschutzbereich.

Einerseits können Nagetiere erhebliche Schäden an Kulturpflanzen verursachen, so dass Managementmaßnahmen erforderlich werden. Andererseits können sie bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln Nichtzielarten sein und müssen vor Risiken geschützt werden.

Wanderratte und Köderstation.

Maßnahmen zur Regulierung von Nagetierpopulationen sind erforderlich, wenn sie Vorratsgüter oder Infrastruktur schädigen, das Risiko der Übertragung von Krankheiten besteht oder Kulturpflanzen geschädigt werden. Vor allem letzteres kann zu massiven Ernteverlusten in vielen Kulturbereichen führen.
Unser Ziel ist, Nagetierschäden unter Berücksichtigung der Umweltverträglichkeit und auf Grundlage der biologischen und ökologischen Gegebenheiten zu reduzieren. Wir entwickeln ökonomisch und ökologisch vertretbare Managementstrategien, mit denen Populationen schadensrelevanter Arten auf akzeptablem Niveau gehalten werden können. Dafür forschen wir zu biologischen, mechanischen und chemischen Maßnahmen und berücksichtigen Umweltschwankungen, z.B. durch Klima und Landnutzung. Als wichtigen Baustein entwickeln wir Prognosemodelle zur Vorhersage von Massenvermehrungen bei Nagetieren.
Unsere aktive Arbeit in nationalen und internationalen Gremien ist für den wissenschaftlichen Austausch unerlässlich.

Wir untersuchen die Risiken, die beim Nagetiermanagement für Nichtzielarten entstehen können und die bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln Nichtziel-Nagetiere (z.B. Hamster, Waldmaus, Gartenschläfer) betreffen.
Wir führen Studien z.B. zu Tierverhalten und Exposition durch, aus denen Maßnahmen abgeleitet werden, die unerwünschte Auswirkungen auf die Umwelt minimieren. Dazu tragen wir auch mit dem Entwickeln und Testen nichtchemischer Verfahren zum Schutz von Kulturpflanzen und Vorratsgütern bei.