Interreg V "VitiFuture"

Project coordinator
Prof. Dr. Eva Zyprian

Project preparer
Dr. Eva Zyprian

Cooperation partner
Universität Koblenz-Landau
Université de Haute-Alsace
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut National de la Recherche Agronomique, France
Institut de Biologie Moléculaire des Plantes
DLR Rheinland-Pfalz
Staatliches Weinbauinstitut
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Term
2017-02-01 to 2019-12-31

Overall objective of the project:
Das neue Verbundprojekt "VitiFuture" (http:/www.vitifutur.net) soll die Abwehrmechanismen der Weinrebe mit dem Resistenzlokus Rpv10 gegen Plasmopara viticola (den Falschen Mehltau) charakterisieren. Dieser Lokus kommt aus einer asiatischen Wildart der Weinrebe und bildet in der züchterischen Kombination eine komplementäre Ergänzung zu Resistenzquellen aus amerikanischen Wildarten (z.B. Rpv3) für den Aufbau einer dauerhaften Widerstandsfähigkeit der Kulturrebe gegen dieses wichtige Pathogen. Im Rahmen des Verbundvorhabens sind detaillierte vergleichende mikroskopische Studien geplant, die über die zellulären Reaktionen der Reben mit der „asiatischen“ Resistenz gegen P. viticola Aufschluss geben können. Ergänzend sind molekular-genetische Studien vorgesehen. Aus der Rpv10-tragenden Rebsorte `Solaris´ wurde kürzlich eine BAC Bank angelegt. Diese BAC Bank ist nun an Hand Locus-gekoppelter molekularer Marker zu durchmustern, um BAC-Klone aus der Rpv10 Region zu identifizieren. Diese Klone müssen untereinander geordnet und sequenziert werden, um dort kodierte Kandidatengene für die Resistenzeigenschaften identifizieren zu können. Diese neu gefundenen positionellen Kandidatengene sind in ihrer Aktivität und Regulation bei Pathogenattacke zu charakterisieren, um Hinweise auf ihre funktionelle Bedeutung zu erhalten. Dazu sind differentielle Genexpressionsstudien nach kontrollierter P. viticola Inokulation notwendig. Des Weiteren werden ergänzende Metabolomstudien in Kooperation mit einem französischen Partner vorgenommen, um die Bildung spezifischer Abwehrsubstanzen zu analysieren und mit der Aktivität von Kandidatengenen korrelieren zu können. Die Arbeiten dienen dem verbesserten Verständnis des Resistenzmechanismus am Locus Rpv10 und der Eingrenzung seiner kodierenden Gene, um ihn mit hoher Präzision und möglichst geringer Übertragung flankierender Wildartgenomanteile in der Kreuzungszüchtung identifizieren und kombinieren zu können.