Prädiktive Züchtung auf Weinqualität

Project coordinator
Florian Schwander

Project preparer
Florian Schwander

Cooperation partner
DLR Rheinland-Pfalz
Technische Universität Dresden, Institut für Botanik
MetaSysX GmbH

Term
2016-11-01 to 2019-10-31

Overall objective of the project:
Die Bewertung neuer Rebsortenkandidaten hinsichtlich ihres Qualitätspotenzials ist ein langwieriger Prozess. Sämlinge benötigen mind. 3-4 Jahre, um ausreichenden Ertrag für den Weinausbau im Kleinmaßstab zu liefern. Dessen Qualitätsbewertung basiert auf der Sinneswahrnehmung von qualifizierten Testpersonen u. erfordert vor dem Hintergrund der jährlichen Witterungseinflüsse Wiederholungen über 15-20 Jahre. Die Entwicklung geeigneter Vorhersagemodelle für das komplexe Merkmal "Weinqualität" würde die Rebenzüchtung erheblich beschleunigen. Ein validiertes u. verlässliches Vorhersagemodell würde der frühzeitigen Entfernung von Reben mit schlechter Qualität (negative Selektion) ermöglichen. Im Projekt sollen unterschiedliche Qualitätsaspekte untersucht werden: 1) das genetische Qualitätspotential (unabhängig von der Umwelt), 2) das Stoffwechselqualitätspotenzial (Genotyp-Umwelt-Interaktion) des Primärprodukts (Saft) u. 3) die Produktqualität (Önologie). Um das genetîsche Qualitätspotenzial zu prognostizieren soll ein Trainingssatz (150 F1 Pflanzen) einer Weißwein F1 Population von insgesamt über 1000 F1-Pflanzen in auf Metabolite untersucht werden. Diese Phänotypisierung erfolgt in einem ungerichteten und gerichteten Ansatz zur Erfassung der Metabolite im Most. Die Phänotypisierung von Pop150 umfasst Analysen von Most u. Wein von 2 Standorten (JKI Siebeldingen, DLR Neustadt) unter Verwendung von FTIR, GC-ODP / MS u. LC / MS als auch die sensorischen Bewertung der Weine von qualifizierten Testern. Genotypische Daten werden auf Basis eines modifizierten "Genotypisierung by Sequencing" (GBS) Verfahren erzeugt. Phänotypische u. genotypische Daten werden für die Modellierung u. eine Vorhersage des genetischen Qualitätspotentials ausgehend von Genomdaten verwendet. Als Referenzen dienen vergleichenden Proben aus Weingütern. Diese Referenzorte mit einem nachgewiesenen genetische Qualitätspotenzial werden entlang der Prozesskette durch metabolische u. sensorische Beschreibung phänotypisiert.