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Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Institutsleitung
Kommissarischer Leiter
Karl-Heinz Berendes

Adresse
Messeweg 11/12
38104 Braunschweig

Sekretariat
Kerstin Hansmann / Margot Knur
Tel: 0531 299-4401/-4402
Fax: 0531 299-3009
gf@  julius-kuehn.  de

Adresse
- Außenstelle Münster -
Toppheideweg 88
48161 Münster

Sekretariat
Elvira Politz
elvira.politz@  julius-kuehn.  de
Tel: 0251 87106-10
Fax: 0251 87106-33 

Adresse
- Außenstelle Kleinmachnow -
Stahnsdorfer Damm 81
14532 Kleinmachnow

Zentrale
Tel: 033203 48-0
Fax: 033203 48-425

Veröffentlichung
Institutsflyer
Broschüre

Forst

Wälder sind vielfältige Lebensräume. Sie produzieren den nachwachsenden Rohstoff Holz und speichern Nährstoffe und Wasser. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für den Klima-, Lärm- und Artenschutz. Sie sind Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Menschen dienen sie als Erholungsraum. Verschiedenste Schadfaktoren können unsere Wälder und seine vielfältigen Funktionen jedoch beeinträchtigen. Unser Hauptfokus liegt im Bereich der Schädlinge. In diesem Spannungsfeld erarbeiten und entwickeln wir ökonomisch und ökologisch vertretbare Maßnahmen.

Wälder nachhaltig schützen und erhalten

Deutschland besitzt eine Waldfläche von 11,4 Mio. ha (www.bmel.de/DE/Wald-Fischerei/Waelder/_texte/Bundeswaldinventur_Dossier.html), die einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Holzproduktion unterliegen. Das Prinzip der forstlichen Nachhaltigkeit wurde bereits vor 300 Jahren begründet (www.bmel.de/DE/Wald-Fischerei/Forst-Holzwirtschaft/_texte/Carlowitz-Jahr.html). Dieses Prinzip basiert auf dem Gleichgewicht zwischen dem Zuwachs an Holz und dessen Nutzung. Ziel einer nachhaltigen Forstwirtschaft ist es, die Versorgung mit dem Rohstoff Holz für die Gegenwart und auch künftig zu sichern. Heute steht dieses Prinzip im Spannungsfeld zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Bedürfnissen.

Hauptsächlich sind es Schädlinge und Pilzkrankheiten, aber auch abiotische und anthropogene Faktoren, die unsere Wälder gefährden können. In der Folge werden auch die vielfältigen Waldfunktionen bedroht, auf denen der Mensch angewiesen ist. Zur Kontrolle und Regulierung von Schadorganismen müssen verschiedene Maßnahmen – möglichst vorbeugend - verfügbar sein. Als Leitbild gilt hierbei der integrierte Pflanzenschutz, der auf einer Kombination verschiedenster Verfahren basiert (siehe PflSChG).

Unsere Verantwortung und Motivation

Aufgrund der künftig zu erwarteten Entwicklungen bei den Schadorganismen im Forst (auch bedingt durch Klimawandel) sind bestehende waldhygienische Maßnahmen zu modifizieren. Ebenso gilt es, die Kommunikation zwischen den verschiedenen Akteuren im Spannungsfeld zwischen Ökonomie, Ökologie und den Bedürfnissen der Gesellschaft zu verbessern. Gleichermaßen besteht Forschungsbedarf, z. B. um das Wissen über die komplexen Zusammenhänge und Wirkungen von natürlich (z. B. Insektenkalamitäten) und anthropogen (Effekte von Pflanzenschutzmitteln) bedingten Störungen in Wäldern zu verbessern, um Anpassungsstrategien und -maßnahmen erarbeiten zu können. Diese vielfältigen Aspekte sind für uns Verantwortung und Motivation zugleich.