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Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Institutsleitung
Dr. Ute Katharina Vogler

Adresse
Messeweg 11/12
38104 Braunschweig

Sekretariat
Kerstin Hansmann / Margot Knur
Tel: 0531 299-4401/-4402
Fax: 0531 299-3009
gf@  julius-kuehn.  de

Adresse
- Außenstelle Münster -
Toppheideweg 88
48161 Münster

Sekretariat
Elvira Politz
elvira.politz@  julius-kuehn.  de
Tel: 0251 87106-10
Fax: 0251 87106-33 

Adresse
- Außenstelle Kleinmachnow -
Stahnsdorfer Damm 81
14532 Kleinmachnow

Zentrale
Tel: 033203 48-0
Fax: 033203 48-425

Veröffentlichung
Institutsflyer
Broschüre

Gemüsebau

Gemüse sowie Arznei- und Gewürzpflanzen stehen für eine gesunde Lebensweise. In Deutschland werden mehr als 60 Gemüse- und 100 Arznei- und Gewürzpflanzenarten angebaut. Neben dem konventionell produzierten Gemüse werden zunehmend ökologisch erzeugte Produkte nachgefragt. Krankheiten und Schädlinge sowie andere Stressfaktoren können die Pflanzen stark schädigen. Wir erforschen die Schadensursachen und entwickeln nachhaltige Konzepte zum Schutz der Kulturen.

Anbau

In Deutschland werden auf ca. 115.000 ha Anbaufläche verschiedenste Gemüsearten kultiviert. Hauptkulturen für den Frischmarkt sind Spargel, diverse Kohlarten, Möhren, Zwiebeln und Salate sowie für den Vertragsanbau Hülsenfrüchte und Spinat. Den geschützten Anbau (z. B. im Gewächshaus) mit insgesamt 1.273 ha Anbaufläche bestimmen Tomaten, Gurken und Feldsalat. Der Grad der Selbstversorgung mit Frischgemüse liegt in Deutschland bei ca. 40 %. Der ökologische Gemüseanbau nimmt derzeit mit steigender Tendenz ca. 10 % der Fläche ein. Schwerpunkte sind dabei Biomöhren und Biozwiebeln.

Der Anbau von Arznei- und Gewürzpflanzen hat in bestimmten Regionen Deutschlands eine lange Tradition. Gegenwärtig sind es etwa 750 Betriebe, die auf ca.12.300 ha mehr als 100 verschiedene Arten anbauen. Hauptkulturen sind Petersilie, Kamille, Schnittlauch, Dill, Fenchel, Majoran und Pfefferminze.

Gemüse sowie Arznei- und Gewürzpflanzen werden sowohl im Freiland als auch in Gewächs- und Folienhäusern auf unterschiedliche Weise angebaut. Die Verfahren reichen von der kleinflächigen Erzeugung für den Wochenmarkt bis hin zur Produktion von Rohware im industriellen Maßstab für die Verarbeitungsindustrie.

Pflanzenschutz

Die verschiedenen Anbauverfahren und die Vielzahl der Kulturen erfordern sehr unterschiedliche Pflanzenschutzverfahren. Hinzu kommt, dass sich mit veränderten Produktionsweisen und Klimabedingungen auch das Erregerspektrum ändern kann bzw. neue Schaderreger auftreten können. Zunächst sind daher die Ursachen von Schäden eindeutig zu klären. Wir prüfen dabei sowohl auf abiotische Faktoren als auch auf tierische, pilzliche und bakterielle Schaderreger. Untersuchungen zur Biologie der Schaderreger sind die Basis, um praxistaugliche Bekämpfungsstrategien entwickeln zu können. Unsere Forschungsarbeit in diesen Arbeitsgebieten und unsere Mitarbeit im Zulassungsverfahren von Pflanzenschutzmitteln ermöglichen uns, nachhaltige integrierte und ökologische Pflanzenschutzsysteme zu entwickeln.