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Durch Pflanzenzüchtung Schritt halten

Die Züchtungsforscherinnen und -forscher des JKI tragen ihren Teil dazu bei, Kulturpflanzen fit zu machen für die Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt. Am JKI werden die genetischen Grundlagen für die Toleranz gegenüber abiotischem und biotischem Stress erforscht. Es werden so genannte genetische Marker für entsprechende Merkmale identifiziert. Damit wird Züchtern das nötige Werkzeug an die Hand gegeben, um gezielt neue Sorten zu schaffen, die beispielsweise mit weniger Wasser auskommen oder resistent gegenüber bestimmten Krankheitserregern sind. Wie dabei vorgegangen wird, kann beim Thema „Pflanzenzüchtung“ nachgelesen werden.

Während in einigen Gebieten wie Brandenburg und Mecklenburg eher Wassermangel auf dem Feld zum Problem wird, muss in anderen Regionen häufiger mit Extremwetterereignissen wie Stürmen und Hagel gerechnet werden. Trockentoleranz und Standfestigkeit sind daher zwei Merkmale, die künftige Kultursorten mitbringen sollten und zu denen am JKI Forschungsprojekte laufen.

Mildere Winter, zeitiger beginnende Vegetationsperioden im Frühjahr und längere Sommer bieten bestimmten einheimischen Pflanzenschädlingen und Schaderregern, wie Pilzen oder Blattläusen, verbesserte Lebensbedingungen und die Gelegenheit, sich stärker zu vermehren. Ein weiteres Hauptaugenmerk der JKI-Forschung ist daher die Suche nach Pflanzengenen, die Resistenz gegenüber Krankheiten vermitteln.

Da am JKI nicht alle Kulturen erschöpfend bearbeitet werden können, konzentriert sich die Züchtungsforschung einerseits auf Flächenkulturen wie Weizen, Gerste, Roggen und Kartoffel, andererseits werden auch spezielle Kulturen bearbeitet, die eine hohe gesellschaftliche, wirtschaftliche oder ökologische Relevanz haben. Darunter finden sich Leguminosen wie die Lupine oder Soja, aber auch Spargel, Apfel sowie bestimmte Zierpflanzen und Medizinalkräuter.