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Bioökonomie: Energiepflanzen & Co

Wenn von der Zukunft des Pflanzenbaus die Rede ist, wird heute über die 4 großen Fs gesprochen, die auf den limitierten Ackerflächen dieser Welt angebaut werden. Sie stehen für food, feed, fiber und fuel. Gemeint ist, dass Pflanzen für die menschliche Ernährung mit Futterpflanzen für Tiere sowie mit nachwachsenden Rohstoffen und Energiepflanzen um dieselben Anbauflächen konkurrieren.

Die Gesamtheit aller erzeugten Pflanzen wird als Biomasse bezeichnet. Klar ist, dass vorrangig Menschen und Tiere davon ernährt werden müssen. Allerdings ist der Anbau von Pflanzen zur Produktion von Energie in den vergangenen Jahren stark gestiegen. So bauen Landwirte in Deutschland verstärkt Energie-Mais für die Vergärung in Biogasanlagen an. Dies wird in der Öffentlichkeit kritisch wahrgenommen und unter dem Stichwort „Teller oder Tank“ kontrovers diskutiert. Dabei geht es zum einen um die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung, aber auch darum, dass die Monotonie auf den Äckern zunimmt und keine gesunden Fruchtfolgen eingehalten werden.

Das JKI ist in diesem Bereich tätig und untersucht beispielsweise neuen Pflanzenarten, die anstelle von Mais angebaut werden könnten. Außerdem wird erforscht, ob sich durch ein Revival von altbekannten Feldfrüchten die Fruchtfolgen auflockern lassen. Die Züchtungsforscher wollen die Energiegehalte der Nutzpflanzen verbessern, damit auf derselben Fläche mehr Pflanzenmaterial wachsen kann. Die Pflanzenschützer am JKI erforschen die Artenvielfalt auf den betreffenden Flächen und entwickeln Konzepte, wie durch sinnvolle Fruchtfolgen negative Auswirkungen vermieden werden können. Bei einigen Projekten, an denen das JKI beteiligt ist, geht es darum, Pflanzen als Produktionsplattformen für Biokunststoffe oder als Produzenten von pharmazeutischen Bestandteilen zu nutzen.

Ein Beispiel unserer aktuellen Forschung ist die Energiepflanze Durchwachsene Silphie.

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