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Grünland

Mit einem Anteil von 28 Prozent ist Grünland ein prägender Teil der landwirtschaftlichen Nutzfläche Deutschlands. An Standorten, die zu feucht, zu trocken oder zu nährstoffarm für den Ackerbau sind, wachsen dauerhaft Gräser und Kräuter auf Wiesen und Weiden. Sie werden traditionell als Viehfutter genutzt. Dauergrünland ist wichtig für den Boden-, Arten- und Klimaschutz in Deutschland.

Daher wird es auch politisch besonders geschützt und darf nicht einfach in Ackerland umgewandelt werden. Ökonomisch ist das Grünland für den Landwirt von Bedeutung, da er bestimmte Anforderungen (Cross-Compliance-Bestimmungen der EU-Agrarpolitik) erfüllen muss, um Prämienzahlungen zu erhalten. Die Forschungen dazu wurden am JKI in einer Stabstelle Grünland gebündelt.

Die Ansprüche von Hochleistungstieren in der Milch- und Fleischproduktion an ihr Futter sind enorm. Forscher des JKI helfen dabei, die passenden Pflanzenarten und den besten Mähzeitpunkt für Weiden zu finden, um eine optimale Versorgung der Tiere mit viel Eiweiß und essenziellen Nährstoffen zu gewährleisten.

Randflächen und auch Grünlandflächen rücken derzeit verstärkt zur Produktion von Biomasse zur Gewinnung von Energie in den Fokus. Dafür müssen heimische Energiepflanzen (z. B. Weidelgras) zur Nutzung als Energiepflanze angepasst werden. Auch neue Pflanzenarten aus anderen Ländern, wie etwa die Durchwachsene Silphie, die Andenlupine oder Hirse werden im Anbau erprobt.