Springe direkt zu:

Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Institutsleitung
Dr. Hartwig Schulz

Adresse
Königin-Luise-Straße 19
14195 Berlin

Sekretariat
Vera Frimel / Catharina Blank
Tel: 030 8304-25 01/-2511
Fax: 030 8304-2503
oepv@  julius-kuehn.  de

Adresse
Erwin-Baur-Str. 27
06484 Quedlinburg

Sekretariat
Gudrun Maiwald / Iris Wulf
Tel: 03946 47-302
Fax: 03946 47-300
oepv@  julius-kuehn.  de

Veröffentlichung
Institutsflyer
Broschüre

Das Institut bearbeitet an zwei Standorten Forschungsprojekte und hoheitliche Aufgaben. Dabei werden Transport, Verbleib und Abbau von Agrarchemikalien in Agrarökosystemen und deren Auswirkungen auf Organismen untersucht. Darüber hinaus wird die Diversität pflanzlicher Inhaltsstoffe sowie deren Bedeutung hinsichtlich Qualität, Resistenz und Stresstoleranz erforscht. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Schutz pflanzlicher Vorräte vor Schädlingsbefall. Hier werden Methoden der Vermeidung, Früherkennung und Bekämpfung untersucht.

An dem chemisch-biologisch ausgerichteten Institut werden neben der Forschungsarbeit auch hoheitliche Aufgaben wahrgenommen und Politikberatung betrieben. So untersuchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beispielsweise das Verhalten von Pflanzenschutzmitteln und anderen agrarrelevanten Stoffen in der Umwelt (Transport, Verbleib und Abbau) und bestimmen deren Auswirkungen auf Nichtzielorganismen in terrestrischen und aquatischen Agrarökosystemen. Für den verantwortungsvollen Umgang mit Agrarchemikalien auf der Grundlage der guten fachlichen Praxis werden Handlungsoptionen für die weitere Minimierung der Risiken aufgezeigt. Die Diversität von Pflanzeninhaltsstoffen in verschiedenen Wild- und Kulturpflanzenarten, denen eine Bedeutung für die Züchtung zukommt, wird analysiert.

Dabei steht ihre Bewertung für Qualität (Gesundheits- und Geschmackswert), Stresstoleranz sowie Resistenz gegenüber Viren, Bakterien, Pilzen und tierischen Schadorganismen im Mittelpunkt. Auf zellulärer Ebene wird der Stoffwechsel der Pflanze studiert und die Veränderung der Metabolit-Profile bei Variation genetischer und umweltbedingter Parameter untersucht. Außerdem werden Nachweismethoden für natürlich vorkommende Toxine in Kulturpflanzen erstellt und Strategien zu deren Reduzierung in Lebens- und Futtermitteln entwickelt.

Im Bereich Vorratsschutz werden bestehende Methoden zur Schädlingsbekämpfung bewertet und neue nachhaltige Methoden erarbeitet. Ein Fokus liegt dabei auf vorbeugenden und nichtchemischen Verfahren. Dazu wird die Biologie vorratsschädlicher Insekten aber auch ihrer Gegenspieler erforscht. Für das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln werden im Institut die Auswirkungen auf Nützlinge, z. B. Raubmilben, Blattlausparasitoide oder Marienkäfer, bewertet und entsprechende Kennzeichnungen der Mittel vorgeschlagen („nicht schädigend“, „schwach schädigend“ oder „schädigend“).

Für das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln und Biozidprodukten für den Sektor Vorratsschutz werden sowohl die biologische Wirksamkeit gegenüber Schadorgansimen als

die Auswirkungen auf die Qualität der Pflanzenerzeugnisse und das Resistenzrisiko bewertet. Für die Politikberatung nimmt das Institut Aufgaben aus dem Nationalen Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (NAP) wahr, insbesondere zum Schutz der Kleingewässer, zur Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln und zur Verbesserung der Situation im Vorratsschutz.

Infobox