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AG Gewässerschutz

Die Arbeitsgruppe untersucht die Auswirkungen von Bewirtschaftungsmaßnahmen auf Kleingewässer in der Agrarlandschaft.
Kleine Standgewässer beherbergen im Vergleich zu anderen Gewässerökosystemen, wie beispielsweise Seen, Flüsse oder Bäche, eine höhere Artenvielfalt und einen höheren Anteil gefährdeter Arten. Ziel unserer Arbeiten ist es, die vielfältigen Effekte von verschiedenen Landnutzungs- und Anbausystemen auf die Struktur und Funktion von kleinen Stand- und Fließgewässern zu quantifizieren. In intensiv genutzten Agrarlandschaften ist der Zustand dieser Gewässer aufgrund ihrer räumlichen Nähe zu Anbauflächen potenziell durch den Eintrag von Pflanzenschutz- und Düngemitteln gefährdet. Daher werden insbesondere Strategien zum Schutz von Kleingewässern vor landwirtschaftlichen Stoffeinträgen erarbeitet. Für die Politikberatung nimmt die Arbeitsgruppe Aufgaben aus dem Nationalen Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (NAP) wahr, insbesondere zum Schutz der Kleingewässer in der NAP-Arbeitsgruppe „Pflanzenschutz & Gewässerschutz“.

Forschung

Ziel unserer Forschung ist es, ein besseres Verständnis der biologischen und chemischen Zusammenhänge in Agrarökosystemen zu erlangen. Prozesse, die diese Zusammenhänge beeinflussen, sind beispielsweise Einträge, Umwandlung und Austräge (z. B. Abdrift, Oberflächenabfluss) von Stoffen. Wir untersuchen daher die Belastung von Stand- und Fließgewässern sowie dem oberflächennahen Grundwasser mit Pflanzenschutzmittel-Rückständen zur Beschreibung des chemischen Zustands. Daraus resultierend entwickeln wir Konzepte für ein chemisch-biologisches Monitoring in Kleingewässern sowie Managementstrategien zur Reduktion des Eintrages von Pflanzenschutzmitteln. Ein besonderer Aspekt ist die Entwicklung von Szenarien und Strategien zur Förderung von wirbellosen Gewässerorganismen (z. B. Insekten) auf Landschaftsebene. Hierzu führen wir Erhebungen zur Diversität und Zusammensetzung der benthischen (am Gewässergrund lebenden) Wirbellosenfauna in den Gewässern durch. Unterstützt wird dies durch ein quantitatives Verhaltens-Biomonitoring benthischer Wirbelloser unter chemischer Belastung. Unser Ziel ist die Identifizierung von Indikatorarten zur Anzeige eines guten ökologischen Zustands der Kleingewässer sowie zur Erfolgskontrolle der umgesetzten Strategien.

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