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Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Institutsleitung
Professor Dr. Wilhelm Jelkmann

Adresse
- Bereich Obstbau -
Schwabenheimer Straße 101
69221 Dossenheim

Sekretariat
Silvia Kowalczyk-Binder
Tel: 06221 86805-00
Fax: 06221 86805-15
owd@  julius-kuehn.  de

Adresse
-Bereich Weinbau-
Geilweilerhof
76833 Siebeldingen
Tel: 06345 41 - 209
owd@  julius-kuehn.  de

Adresse
Außenstelle beim DLR Mosel
Gartenstraße 18
54470 Bernkastel-Kues
Tel: 06531 - 956 483

Veröffentlichung
Institutsflyer
Broschüre

Epidemiologie und Prognose

Wie sich Schaderreger ausbreiten, muss genau bekannt sein. Diese Daten bilden die notwendige Grundlage, um Prognoseverfahren oder Strategien zur Vermeidung eines Schädlingsbefalls zu entwickeln. Grundsätzlich können abiotische (Wind, Wassertropfen) und tierische Vektoren sowie kulturtechnische Maßnahmen und Pflanzenschutzverfahren die Ausbreitung von Schaderregern beeinflussen. Die Prognose soll im Rahmen einer gezielten Bekämpfung dazu dienen, das  Infektionspotenzial der verschiedenen Erreger einschätzen zu können. Durch die Typisierung von Schaderregerisolaten werden Herkunft und Ausbreitungswege aufgeklärt.

Um innovative Bekämpfungsansätze entwickeln zu können, werden die Infektionsbiologie der Erreger sowie das Schädlingsverhalten erforscht. Diese stehen im engen Wechselspiel mit den Umweltbedingungen und den pflanzlichen Wirten. Biologische und meteorologische Faktoren führen bei günstigem Zusammentreffen zu erfolgreichen Infektionen oder dem Schädlingsbefall der Pflanzen. So sind hohe Temperaturen und gleichzeitig eine hohe Luftfeuchtigkeit eine treffliche Kombination, damit sich Apfelschorferreger rasch und massiv vermehren.

Die wichtigsten Parameter der Prognose sind meteorologische Daten, die Pflanzenphänologie und das Inokulumpotenzial bzw. die Populationsdichte der Schädlinge. Alle diese Faktoren werden in mathematische Modelle eingebunden, mit denen ein eintretende Infektion oder ein Befall vorhergesagt werden können. Daten aus Wetterstationen, Inokulum- und Schädlingsfängen sowie die Phänologie der Wirtspflanzen unterstützen diese Modelle im Sinne einer Optimierung der Vorhersagen.